Gladbecker City geht online - WLAN-Netz gehört zum Umbau

Die Leer-Rohre auf der Hochstraße, die jetzt verlegt werden, sollen auch dazu dienen, Leitungen für das neue WLAN-Netz aufzunehmen.
Die Leer-Rohre auf der Hochstraße, die jetzt verlegt werden, sollen auch dazu dienen, Leitungen für das neue WLAN-Netz aufzunehmen.
Foto: WAZ FotoPool
Kostengünstiges Surfen im Internet beim Gang durch die City - für die Stadt Gladbeck ist Gelsennet der erste Ansprechpartner für die Umsetzung eines solchen WLAN-Projektes. Gespräche laufen, um im Zuge der Umgestaltung von Hoch- und Horster Straße die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Gladbeck..  Die Stadtverwaltung will die aktuelle Innenstadtumgestaltung auf jeden Fall nutzen, um die Voraussetzungen für ein leistungsfähiges, öffentliches WLAN-Angebot in der Gladbecker Innenstadt zu schaffen.

Das sagte Stadtsprecher Tim Deffte jetzt auf Anfrage der WAZ. Zur Zeit würden bei der bereits laufenden Umgestaltung der Hochstraße auch Leer-Rohre verlegt, um Zuleitungen zu den einzelnen Häusern vorzuhalten. Denn um ein verlässliches Internetangebot einrichten zu können, müssten auch Antennen an einzelnen Hausfassaden angebracht werden. Auch dazu laufen laut Tim Deffte bereits Gespräche mit Hauseigentümern in der Innenstadt.

„Wir wollen die derzeitigen Baumaßnahmen nutzen, um die nötige Infrastruktur fürs WLAN zu schaffen“, unterstreicht Tim Deffte. Ziel sei es, ein flächendeckendes WLAN-Angebot auf den beiden zentralen Stadtachsen Hochstraße und Horster Straße zu schaffen, aber auch auf weiteren City-Straßen mit hoher Verweildauer in Cafés und Außengastronomien, etwa auf der Goethe- oder Lambertistraße.

Erster Ansprechpartner für die Umsetzung eines solchen Projekts ist für die Stadt derzeit Gelsennet. Die Kunden müssen sich sich hier per SMS registrieren lassen. Das kostet 49 Cent. Dafür bekommt der Nutzer ein Passwort, das 24 Stunden gültig ist. Innerhalb dieser Zeit kann der Kunde so viel surfen oder auch Daten herunterladen, wie er möchte.

Weitere Projekte in der Region

Die Registrierung sei aus rechtlichen Gründen nötig, unterstrich André Dreiskämper, der zuständige Projektmanager bei Gelsennet, bereits im Frühjahr gegenüber der WAZ. Denn aktuell sei der Inhaber des Anschlusses für alles verantwortlich, was ein Kunde mit seinem Smartphone oder Tablet im Netz unternehme.

Weitere Gelsennet-WLAN-Projektstandorte in der Region sind die Bahnhofstraße in Gelsenkirchen (wo die Kunden auf der gesamten zentralen Stadtachse vom Musiktheater im Revier bis zum Hauptbahnhof einen solchen Internetzugang haben), aber zum Beispiel auch die Gladbecker Straße in Bottrop, wo Geschäftsleute eine entsprechende Initiative ergriffen und mit Gelsennet Kontakt aufgenommen haben. Auch in Kirchhellen ist man am zentral gelegenen Johann-Breuker-Platz bereits online.

Die Piratenpartei mit Thomas Weijers an der Spitze hatte im Frühjahr an die Stadt appelliert, in Gladbeck das alternative und nicht-kommerzielle Freifunk-Modell zu verwirklichen, das ohne Anmeldung der Kunden auskommt und auch ohne Kosten für den Nutzer. „49 Cent am Tag ist kein freies WLAN“, kritisiert Thomas Weijers mit Blick auf das von der Stadt favorisierte Gelsennet-WLAN. Beim Freifunk-Modell erhalten die Beteiligten einen speziellen Router, der den privaten oder geschäftlichen Internetzugang splittet und für jedermann öffnet. Die Bürger schaffen sich hier das WLAN-Netz sozusagen selbst.

 
 

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