Gladbeck verhandelt erst einmal weiter

Gladbeck.. Essen will, wie berichtet, aus dem A 52-Projekt ausscheren. Damit bleiben vorerst nur noch Bottrop und Gladbeck im Boot. „Wir stellen uns nach wie vor der regionalen Verantwortung“, sagt Bürgermeister Ulrich Roland auf WAZ-Anfrage, „und verhandeln weiter.“

Und zwar auf der Basis des in 2009 gefassten Ratsbeschlusses, der die für einen stadtverträglichen Ausbau unverzichtbaren Voraussetzungen festlegt: Ein Tunnel, ein A2-Autobahnkreuz mit Unterflieger, eine Anbindung des Gewerbegebiets Brauck und eine nachvollziehbare Baulogistik.

Roland betont zwar, dass nicht die Stadt, sondern Land und Bund den Ausbau der B 224 zur A 52 wollten, stellt die Sinnhaftigkeit eines schnelleren Verkehrsflusses aber nicht in Frage. Auch ein nur auf Gladbeck beschränkter Ausbau, der die A2 mit der A 43 verbindet, könnte verkehrlich betrachtet Sinn machen. Die Position der Stadt jedoch lautet: „Der Ausbau darf nicht einseitig zu Lasten Gladbecks sein.“

Wünschenswert wäre, wenn es vom Bund bald deutliche Aussagen zu den vorhandenen Mitteln für den Ausbau gebe, so Roland. Bislang hat es aber nicht einmal eine Reaktion auf die gemeinsame Gesprächsanfrage der drei Stadtoberhäupter aus Essen (Reinhard Paß), Bottrop (Bernd Tischler) und Gladbeck (Ulrich Roland) an Verkehrsminister Ramsauer gegeben. Das Schreiben datiert vom 20. Januar.

Es waren die fehlenden verbindlichen finanziellen Zusagen, die die rot-grüne Landesregierung letzte Woche bewogen haben, die Planungen für den Essener Abschnitt zu stoppen. Denn mit den als Anschub vorgesehenen 75 Mio Euro würde Essen bei voraussichtlichen realen Baukosten von 650 Mio Euro nicht weit kommen.

Angesichts der neuen Situation könnte eine spannende Frage im Gespräch mit Minister Ramsauer sein: Ob durch den Ausstieg der Essener jetzt mehr Gelder frei werden für den Ausbau auf den beiden anderen Teilstücken in Bottrop und Gladbeck?

 
 

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