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Gericht weist Angeklagten in Psychiatrie ein

14.08.2012 | 18:19 Uhr
Gericht weist Angeklagten in Psychiatrie ein

Essen. Der 30-jährige Gladbecker, der mehrfach Passanten grundlos angepöbelt und körperlich misshandelt hatte, muss in die geschlossene Psychiatrie. Das entschied am Dienstag die XVI. Essener Strafkammer.

Das Gericht sprach den an einer paranoid-halluzinatorischen Psychose erkrankten Mann zwar wegen Schuldunfähigkeit vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung frei. Zum Schutz der Allgemeinheit vor weiteren Gewalttaten durch ihn ordnete es aber seine Unterbringung an. Die Kammer folgte bei ihrer Entscheidung den gleichlautenden Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Am 12. Januar hatte die Serie von Attacken im Bereich der Innenstadt begonnen. Mal stieß der 30-Jährige einen Mann grundlos zu Boden, mal beleidigte er einen anderen Mann als „alte Sau“ und „deutschen Schweinefresser“. Doch er wurde immer gewalttätiger. Am 14. Februar schlug er einer 58-Jährigen auf der Horster Straße völlig unvermittelt die Faust ins Gesicht. Sie stürzte und erlitt einen Nasenbeinbruch. Vier Tage später warf er einer Frau auf der Straße „Am Sägewerk“ einen Stein auf den Oberarm. Sie kam mit einem kräftigen Bluterguss davon.

Die psychischen Probleme des auch als Drogenkonsument bekannten Angeklagten treten seit längerer Zeit auf. Zuletzt stand er auch unter gesetzlicher Betreuung durch seine Mutter. Allerdings gab es innerhalb der Familie ebenfalls Probleme mit seinen Ausbrüchen. So hatte sich der Ausgang des Strafverfahrens schon früh abgezeichnet. Die Justiz hatte den Gladbecker bereits am 7. März, kurz nach seiner Festnahme, vorläufig in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht.

Stefan Wette

Kommentare
15.08.2012
11:36
Gericht weist Angeklagten in Psychiatrie ein
von Funakoshi | #1

Zitat: .........„deutschen Schweinefresser“. Danke für den Hinweis;-). Bedauerlich eigentlich, dass es kein "Echo" bei seinen Übergriffen für ihn gegeben hatte!!!

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2012-08-14 18:19
Gladbeck