Ganz schön romantisch

Die Herren des Männerchors Frohsinn waren in der Aula der Waldorfschule zu hören.
Die Herren des Männerchors Frohsinn waren in der Aula der Waldorfschule zu hören.
Foto: WAZ

Gladbeck..  Romantisch sollte es werden, beim Herbstkonzert des Männerchors Frohsinn in der Aula der Waldorfschule Gladbeck. Und die Erwartungen der Musikfreunde wurden erfüllt. Die Gäste bekamen viel Klassik zu hören und hier und da auch moderne Kompositionen.

Beim Auftakt unternahmen die Zuhörer eine musikalische Zeitreise in die Romantik. Zu hören war der „Chor der Zimmerleute“ aus „Zar und Zimmermann“ von Albert Lortzing. Ein klassischer Vortrag, kraftvoll gesungen, aber auch mit leichteren Passagen.

Stimmungsvoll interpretiert

Bemerkenswert war die deutliche Aussprache der Sänger, die so ihre musikalische Botschaft auch transportieren konnten. Ein Konzertbeginn auf beachtlichem Niveau. Auf diesen musikalisch gelungenen Einstieg folgte das „Lied der Schmiedegesellen“ von Josef Ga­briel Rheinberger – ein erzählerisches Stück, das der Chor sehr stimmungsvoll interpretierte. Das Publikum belohnte diesen Beitrag zu Recht mit viel Applaus.

Emotionale Glanzlichter

Für ein musikalisches wie auch emotionales Glanzlicht sorgte der Männerchor mit dem „Abendlied“ von Ehrhart Mühlberg – a-cappella gesungen und somit ein sehr puristischer Musikgenuss, der viel Können der Sänger erforderte. Und da dies offenkundig vorhanden ist beim Männerchor Frohsinn, waren auch bei diesem Programmpunkt die Gäste begeistert.

Unterbrochen wurde der Gesang der Herren von dem einer Dame. Und zwar einer von ganz besonderem Ausdruck. Die Mezzosopranistin Anja Günther bereicherte das Konzert mit einigen solistischen Einlagen.

So interpretierte die Künstlerin ein Werk aus einem Klassiker der Opernliteratur: „Stride la vampa“ aus der Oper „Il Travatore“ („Der Troubadour)“ von Giuseppe Verdi. Anja Günther machte die Bühne der Waldorfschule zur Opernbühne und begeisterte nicht nur mit ihrem herausragenden Gesang, sondern auch mit ihrem Spiel.

Beeindruckender Auftritt

Auf ihre mitreißende Art nahm die Mezzosopranistin die Besucher des Herbstkonzertes mit. Anja Günther ließ die Musikfreunde nicht nur die Melodie hören, sondern ebenso fühlen, wovon sie sang. Auch die Qualen von Orpheus im Lied „Ach, ich habe sie verloren“ wurden auf diese Weise spürbar. Anja Günther beeindruckte und begeisterte das Auditorium in der Aula der Waldorfschule mit gefühlvollem und wunderbarem Gesang und erntete für ihre Interpretation tosenden Beifall.

 
 

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