Franchise-Kette mit Kartoffeln

Ilkay Fimiani (29, re.) freut sich über ihre ersten Stammkunden. Cemal Toprak und Dilsan Söyler schauen regelmäßig vorbei, um eine Ofenkartoffel mit Bio-Toppings zu verputzen.
Ilkay Fimiani (29, re.) freut sich über ihre ersten Stammkunden. Cemal Toprak und Dilsan Söyler schauen regelmäßig vorbei, um eine Ofenkartoffel mit Bio-Toppings zu verputzen.
Foto: Funke Foto Services
Gladbeckerin Ilkay Fimiani hat eine Geschäftsidee entwickelt, die sie weiteren Existenzgründern anbietet. Ofenkartoffeln mit handgemachten Bio-Toppings für eine gesunde Ernährung

Gladbeck.  Eigentlich hat sich Wirtschaftswissenschaftlerin Ilkay Fimiani ihre berufliche Zukunft „als Angestellte mit gutem Bürojob vorgestellt“. Dann hat die 29-Jährige aber doch lieber den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Sie setzt bei ihrem beruflichen Erfolg auf ein deutsches Grundnahrungsmittel: die Kartoffel. Kalkül der Jungunternehmerin ist es, dass Ofenkartoffeln mit handgemachten Beilagen Potenzial als Verkaufsschlager haben. So, dass ihr Ofenkartoffel-Imbiss sich erfolgreich an möglichst vielen Straßenecken durchsetzt – ähnlich wie Burgerbratereien, Döner- oder Sandwich-Ketten & Co. Denn die Ellinghorsterin sieht in ihrem ersten, kürzlich eröffneten Imbiss an der Rentforter Straße den Prototyp für ein Franchise-Unternehmen, das sie gerade mit einem neuen Förderprogramm auf den Weg gebracht hat.

Startercenter berät kostenlos

„Förderung unternehmerischen Know-hows“ heißt das vom Bundeswirtschaftsministerium aufgelegte Programm für Klein- und Mittelstandsunternehmen. „Mit dem Programm können neu gegründete Unternehmen gefördert werden, aber auch solche, die bereits länger als zwei Jahre bestehen“, erklärt Angelika Aberle vom Startercenter im Kreis Recklinghausen, das Existenzgründer kostenlos berät und Fördermöglichkeiten aufzeigt.

„Den 30-Seiten-Businessplan für meine Mini-Gastro habe ich als Wirtschaftswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Unternehmensgründung selbst erarbeitet“, berichtet Ilkay Fimiani. „Wie man das Geschäft weiter als Franchise-Unternehmen aufbaut, da war ich aber froh, mir professionelle Unterstützung holen zu können.“ Für das Coaching eines Unternehmensberaters kann Förderung beantragt werden, für Honorar bis 4000 Euro .

Das lustige Kartoffel-Logo und den Firmennamen „# Schmeckt“ hat sich Ilkay Fimiani bereits patentrechtlich schützen lassen. Mit ihrem Angebot wendet sie sich speziell auch an Kunden, die sich bewusst und gesund mit Bioprodukten ernähren möchten

Alles wird im Franchise-Vertrag genau festgeschrieben, der weiteren Existenzgründungswilligen als Einstieg ins erprobte Geschäftskonzept angeboten wird. Dazu gehören: Die coole Aufmachung ihres Kartoffel-Imbiss’, mit Getränkekisten als Sitzgelegenheit; die handgemachten 24 Beilagen als Toppings zur Ofenkartoffel, viele auch für Veganer geeignet; faire Getränke, die soziale Projekte unterstützen oder frisch gepresste Smoothies.

Apropos Existenzgründung, die liegt bei Ilkay Fimiani wohl in der Familie: Ihre Mutter betreibt nebenan einen Friseursalon und ihr Bruder gegenüber einen Barbershop.

 
 

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