Fontäne aus dem Engel-See

Eine 120-m-Fontäne schießt in die Höhe - die Idee für die Mottbruchhalde von Stephan Müller.
Eine 120-m-Fontäne schießt in die Höhe - die Idee für die Mottbruchhalde von Stephan Müller.
Foto: privat

Gladbeck.. Der Bürgermeister-Vorschlag eines „Engels der Kulturen“ auf der Mottbruchhalde hat in der Stadtgesellschaft eine rege Diskussion ausgelöst, in deren weiteren Verlauf die WAZ den Lokalteil in besonderer Weise zum Forum machen will.

Zum Forum von Vorschlägen, Ideen und Anregungen der Gladbecker Bürger für eine Landmarke auf der Halde: Einen entsprechenden Aufruf veröffentlicht die Redaktion in der vorigen Samstagausgabe auf der ersten Lokalseite. Und erste konkrete Vorschläge, Ideen und Konzepte liegen nun bereits vor.

So meldete sich auch der Gladbecker Landschaftsarchitekt Stephan Müller, der das Thema Mottbruchhalde seit langem aufmerksam verfolgt.

Im März 2009 stellte Diplom-Ingenieur Stephan Müller seinen Vorschlag eines Vulkan-Kratersees auf der Mottbruchhalde inklusive großer Fontäne bereits dem Stadtplanungsausschuss vor.

Ufergestaltung mit den
drei Religions-Symbolen

Die Ausschuss-Mitglieder zeigten sich seinerzeit sehr angetan von den detailreichen Ideen Müllers.

Nun legt der gebürtige Gladbecker ein gestalterisches Konzept nach, das diesen Vulkan-Kratersees mit der neuen Idee des „Engels der Kulturen“ verbindet. Ein solcher, möglicher Vulkan-Kratersees auf der Mottbruchhalde soll nach diesem Konzept in seiner Ufergestaltung die Formen des „Engels der Kulturen“ aufnehmen.

Haldenwanderer könnten dann an dem kreisrunden Gewässer -Ufer entlang spazieren und an bzw. auf den nutzbaren Symbolen der drei Weltreligionen verweilen. Von oben betrachtet (etwa bei Google Earth) erhielte Gladbeck so ein besonders auffällige Landmarken-Symbolik; und auch für alle Betrachter von unterhalb könnte die rund 120 Meter hohe Fontäne ein unübersehbares Himmels-Zeichen setzen. Das alles soll sich nach den Ideen von Stephan Müller in der Dunkelheit in rötlicher Farbe angestrahlt präsentieren.

Stephan Müller betont, dass es ihm um eine konstruktive Diskussion zu diesem stadtgestalterisch überaus wichtigen Thema geht.

„Eine einmalige Chance
für Gladbeck“

„Mit der Gestaltung der Mottbruch-Halde erhält Gladbeck wirklich eine einmalige Chance, vor allem für das Stadt-Image etwas zu tun“, erläutert der Landschaftsarchitekt, der die Berg- bzw. Vulkansee-Gestaltung mit insgesamt sieben rotfarbenen Rosenhängen ergänzt, die sich strahlenförmig über die grünen Mottbruch-Haldenhänge wie Lavaströme ziehen sollen.

140 000 Rosensträucher, ein kreisrunder Kratersee mit einer „Engel der Kulturen“-Uferpromenade und 120-Meter-Fontäne - man darf wohl auf die Diskussion zu diesem besonderen Vorschlag aus fachkundiger Hand gespannt sein. Mit weiteren Vorschlägen ist zu rechnen, denn Gespräche und auch E-Mail-Kontakte zeigen, dass das Thema rundum in der Stadtgesellschaft angekommen ist.

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