Firmen: A 52 eine große Chance

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Gladbeck..  Die heimische Wirtschaft bewertet den möglichen Ausbau der B 224 zur A 52 als „einmalige, noch nie dagewesene Chance“ für Gladbeck und die Region. Der gefundene Kompromiss ermögliche ein Jahrhundertbauwerk.

Der Verein zur Förderung der Gladbecker Wirtschaft (VGW) begrüßt das Vorhaben „außerordentlich“ als „längst überfällige Optimierung der Infrastruktur im Ruhrgebiet“. Vorsitzender Dr. Herbert Müller: „Wir hoffen, dass den Worten Taten folgen!“ Die IHK Nord Westfalen empfiehlt den Gladbeckern „dringend“, den mit Bund und Land ausgehandelten Kompromiss beim Ratsbürgerentscheid am 25. März anzunehmen. „Erstmals ist eine so umfangreiche Finanzierung greifbar – packen, annehmen, alles gut“, meinte Peter Schnepper, Leitender Geschäftsführer der Vestischen Gruppe der IHK in Buer, im Gespräch mit der WAZ.

Der gesamte Wirtschaftsraum werde von dem Ausbau nachhaltig profitieren, heißt es in der VGW-Stellungnahme. „Denn verbesserte Rahmenbedingungen bedeuten Wachstum, Firmenneuansiedlungen und auch sichere sowie neue Arbeitsplätze“, so Vorsitzender Müller. Mit dem vorgelegten Konzept setzten Bund und Land deutliche Signale. Der angebotene Ausbau mit Tunnel sei für Gladbeck, so der VGW, eine ideale Lösung. Die innerstädtische Verkehrsdichte werde minimiert und die Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten an der Trasse seien eine Bereicherung.

Natürlich, gibt Müller zu, fänden nicht alle Interessen bei einem solch großen Vorhaben Gehör. Auch der VGW wünsche nach wie vor eine bessere Anbindung des Gewerbeparks Brauck. „Und wir weisen auf die Wichtigkeit einer wirtschaftsverträglichen Baulogistik hin“, betont der VGW-Vorsitzende.

Der Unternehmerverein sehe dem Ausgang des Bürgerentscheids positiv entgegen, so Müller, man habe Vertrauen in die Bürger. „Es muss nun endlich kommen, was längst hätte kommen müssen.“

IHK-Geschäftsführer Peter Schnepper betonte gegenüber der WAZ, das erzielte Verhandlungsergebnis biete die Chance, „mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“. Man erreiche „geordnete Verhältnisse“ im Nord-Süd-Verkehr durch die A 52, schließe Dank des Tunnels den Bruch im Stadtgebilde und erschließe darüber hinaus nutzbare Flächen, wie es in der Vergangenheit nicht für möglich gehalten wurde.

Eine höhere Leistungsfähigkeit der Nord-Süd-Verbindung mit verbessertem Waren- und Pendelverkehr sei positiv für den Wirtschaftsstandort Gladbeck. „Stillstand wäre fatal.“ Allerdings sieht Schnepper auch einen Wermutstropfen: Den Wegfall der Anbidung des Gewerbeparks Brauck. „Ein Kompromiss tut auch immer irgendwo weh.“ Wenn man einen Standort, auch zum Wohle der Region, zukunftsfähig machen wolle, müsse man das aber in Kauf nehmen.

Mit Blick auf die Stadt und ihre Unternehmen wertet IHK-Chef Schnepper den A-52-Kompromiss als Perspektive für eine bessere Verkehrsanbindung, was zu einer höheren Qualität als Wirtschaftsstandort führe. Aber auch die Unternehmen im Umland profitierten von einer gestiegenen Leistungsfähigkeit der A 52. „Darauf sind die dringend angewiesen“, so Schnepper.

 
 

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