Feuerwehren im Kreis rückten 170 000 Mal aus

Durchschnittlich alle drei Minuten klingelt in der Kreisleitstelle der Feuerwehr in Recklinghausen das Telefon. Rund 170 000 Mal waren die Feuerwehrleute im Kreis Recklinghausen im Jahr 2015 bei Brandeinsätzen, technischer Hilfe oder im Rettungsdienst im Einsatz.

Diese Zahlen nannte Kreisbrandmeister Robert Gurk jetzt auf der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in Haltern.

Seit Anfang des Jahres gibt es eine neue gesetzliche Grundlage für die Arbeit der Feuerwehren: Das am 1. Januar in Kraft getretene „Brandschutz-, Hilfeleistungs-, Katastrophenschutz-Gesetz“ billigt den ehrenamtlichen Kräften jetzt im Fall von Unfällen eine bessere Absicherung über die Unfallkasse zu. Es sei aber absolut unverständlich, wieso sich die Gewerkschaft Ver.di in der Verbandsversammlung der Kasse gegen diese Leistungsgewährung ausspreche, kritisierte Robert Gurk. Positiv sei, dass es jetzt möglich ist, in der Feuerwehr auch Positionen außerhalb des eigentlichen Einsatzdienstes zu besetzen, etwa Logistiker oder IT-Fachleute.

Bei der Beseitigung von Ölspuren fordert die Feuerwehr ein stärkeres Engagement von Straßen.NRW. Zunehmend seien Arbeitgeber nicht mehr bereit, hierfür Feuerwehrleute freizustellen. „Wenn es bei Straßen.NRW einen Einsatzdienst für Schnee und Glatteis gibt, warum dann nicht auch für Ölspuren auf Landes- und Bundesstraßen?“, so Gurk.

Die Jugendfeuerwehr macht sich Sorgen um den Nachwuchs, das machte Kreisjugendleiter Karl-Georg Schmidt klar. „Die Anmeldelisten schrumpfen, das wird zu einer großen Baustelle“, sagte er. Kinderfeuerwehren oder die Öffnung für Mitglieder mit Migrationshintergrund könnten hier eine Lösung sein, meinte der Kreisjugendleiter.

Landrat Cay Süberkrüb lobte in Haltern ausdrücklich den Einsatz der Feuerwehren, die „dort reingehen, wo alle anderen herauslaufen“.

 
 

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