Feuer der Romantik entfacht

Dirigiert von Zdenko Sojcic sangen und musizierten der Städtische Musikverein Gladbeck, die Chorgemeinschaft St. Joseph/St. Peter Bottrop und das Sinfonieorchester Ruhr.
Dirigiert von Zdenko Sojcic sangen und musizierten der Städtische Musikverein Gladbeck, die Chorgemeinschaft St. Joseph/St. Peter Bottrop und das Sinfonieorchester Ruhr.
Foto: Waz/Fotopool
Die Konzerte des Städtischen Musikvereins und seiner Partner sind stets ein besonderes kulturelles Ereignis in Gladbeck. So war es auch am Sonntagabend wieder, als in der Stadthalle Werke der Komponisten Richard Wagner und Johannes Brahms dargeboten wurden.

Gladbeck.  Wagners Musik trifft den Zuhörer wie eine Meeresbrandung. Sie umschlingt ihn und lässt ihn nicht mehr los. Und so war die Ouvertüre zur Oper „Tannhäuser“ am Sonntag in der Stadthalle ein perfekter Auftakt zu einem ganz besonderen Konzertabend im Zeichen der Romantik.

Der Städtische Musikverein Gladbeck, die Chorgemeinschaft St. Joseph/St. Peter Bottrop und das Sinfonieorchester Ruhr gastierten in der voll besetzten Stadthalle. Das Sinfonieorchester Ruhr füllte mit voluminösem Wohlklang den großen Raum - man hatte den Eindruck, ein noch umfangreicheres Sinfonieorchester sei zugegen. Das Werden und Wogen der Wagnerschen Klangwelt bildete einen wunderbaren Einstieg in das Programm, dessen Hauptpunkt sogleich folgte:

Das siebenteilige „Deutsche Requiem“ von Brahms gilt als ein Meilenstein der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts; ein Requiem in deutscher Sprache, der Text vom Komponisten zusammengestellt aus Luthers Übersetzungen des Alten und Neuen Testaments. Musik, die eine Botschaft hat: Trost und Hoffnung. Diese Botschaft teilte sich auch dem Publikum in der Stadthalle mit, das ein wunderbares Gesamtkunstwerk erlebte: Die monatelangen konzentrierten Proben hatten sich gelohnt. Die Sängerinnen und Sänger des Städtischen Musikvereins und der Chorgemeinschaft St. Joseph/St. Peter Bottrop verschmolzen unter der bewährten Leitung von Zdenko Sojcic zu einem einzigen Chor, der in perfekter Abstimmung mit der orchestralen Begleitung agierte.

Auch die Solisten glänzen: Kristallklarer Sopran, felsenfest grundierter Bass

Und das i-Tüpfelchen auf diese Darbietung setzten in drei der sieben Teile des Brahmschen Werkes die Solisten: Elisabeth Anna Otzisk, geboren 1971 in der Nachbarstadt Bottrop, mit ihrer kristallklaren Sopranstimme; Manfred Bühl, geboren 1980 in Iserlohn, mit einem beeindruckend gleichmäßigen, felsenfest grundierten Bass. Solisten, Chor und Orchester zauberten aus der geistlichen Musik des Deutschen Requiems eine Bilderwelt des Trostes, ja der Zuversicht in den Kopf der gebannt zuhörenden Konzertgäste.

Lang anhaltender Applaus über mehrere Minuten hinweg und teils auch Standing Ovations belohnten Sänger und Musiker zum Schluss des von der Sparkasse unterstützten Konzertes für ihre gelungene Darbietung.

Am 15. November (St.-Joseph-Kirche in Bottrop-Batenbrock, 19.30 Uhr) und am 17. November (St.-Elisabeth-Kirche in Duisburg-Walsum, 18 Uhr) gibt es dieses Konzert nochmals. Der Städtische Musikverein Gladbeck und seine künstlerischen Partner setzen also kulturelle Zeichen in der ganzen Region.

 
 

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