Ferlemann reagiert: Tunnel kostet 130, nicht 510 Millionen

Der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) weist die jüngste Kostenschätzung des Bürgerforums zum A-52-Tunnel strikt zurück.
Der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) weist die jüngste Kostenschätzung des Bürgerforums zum A-52-Tunnel strikt zurück.
Foto: WAZ FotoPool
Ein A-52-Tunnel würde nach Schätzung des Bürgerforums 510 Millionen Euro kosten. Nun weist Staatssekretär Ferlemann (CDU) diese Zahl strikt zurück.

Gladbeck..  Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrministerium, Enak Ferlemann (CDU), weist die vom Bürgerforum ins Gespräch gebrachten Kosten in Höhe von 510 Millionen Euro für den A-52-Tunnel in Gladbeck strikt zurück. Die WAZ-Lokalredaktion berichtete am 9. März ausführlich über diese Kostenschätzung des Bürgerforum-„Kompetenzteams“.

„Die von den Gegnern des Projektes angeführten Kosten für die Planung eines Tunnels in Gladbeck in Höhe von rund 500 Millionen Euro sind aus Sicht des Bundes und des Landes weder verifiziert noch nachvollziehbar“, erklärte Enak Ferlemann am Donnerstag in einer aktuellen Pressemitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Sven Volmering.

Grundlage der aktuellen A-52-Verhandlungen von Stadt, Land und Bund ist jener Ausbauvorschlag, der im März 2012 beim Ratsbürgerentscheid mehrheitlich abgelehnt wurde: Der darin vorgesehene 1,5 Kilometer lange Tunnel sei damals mit Kosten von 97 Millionen Euro veranschlagt worden, so Ferlemann, der weiter ausführt. „Diese ehemals angesetzten Kosten haben sich aufgrund neuer Regelwerke und der Baupreisentwicklung erhöht und betragen für diese Lösung nunmehr rund 130 Millionen Euro.“

Volmering: „Wilde Spekulationen und Phantastereien helfen nicht weiter“

Sven Volmering, der ebenso wie Ferlemann am 6. März an den Verhandlungen der Gladbecker Stadtspitze im Bundesverkehrsministerium teilnahm, ergänzt: „Es ist mir wichtig, dass wir die Debatte um die Autobahn 52 nicht auf der Basis von wilden Spekulationen, Phantastereien und unrealistischen Forderungen führen, die den Zweck haben, die Bürger zu verwirren. Was zählen sind die Fakten.“

Der Gladbecker Delegation mit Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) an der Spitze, die am 6. März in Berlin verhandelte, gehörten auch SPD-Landtagsabgeordneter Michael Hübner, Bundestagsabgeordneter Michael Gerdes (SPD), CDU-Fraktionschef Peter Rademacher, Joachim Brendel (IHK) und Wirtschaftsförderer Peter Breßer-Barnebeck an. Sven Volmering unterstreicht: „Es wurde am 6. März ein klarer Zeitplan vereinbart, der offen und transparent ist.“

Prüfaufträge vereinbart - im September soll wieder verhandelt werden

Zu Tunnellänge, Lärmschutz und Autobahnkreuz (Unterflieger statt Überflieger) sind Prüfaufträge vereinbart, deren Ergebnisse im September bei einer neuerlichen Gesprächsrunde von Stadt, Land und Bund beraten werden sollen.

Nach dem 6. März und der Reaktion des Bürgerforums hatte sich auch CDU-Fraktionschef Rademacher zu Wort gemeldet und das nach seiner Ansicht „oberlehrerhafte“ Verhalten von Bürgerforum-Chef Matthias Raith und A-52-Ausbaugegner Franz Kruse in der WAZ massiv kritisiert.

 
 

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