FDP: Votum des Ratsbürgerentscheids ungültig

FDP-Fraktionschef Michael Tack: „Nur auf dem Nachteil wollen wir in Gladbeck nicht sitzenbleiben.“
FDP-Fraktionschef Michael Tack: „Nur auf dem Nachteil wollen wir in Gladbeck nicht sitzenbleiben.“
Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck..  Die FDP hält das Ergebnis des A-52-Ratsbürgerentscheids vom 25. März 2012 für „ungültig“. Mit den Plänen von Landesminister Michael Groschek (SPD), die A 52 von Süden aus bis zum Kreuz mit der A 2 zu führen, habe das Votum der Gladbecker praktisch keine Bedeutung mehr, argumentieren die Liberalen.

Weiter heißt es: „Der Ratsbürgerentscheid enthielt den unmissverständlichen Hinweis: Mit ,Nein’ stimmen Sie gegen die finanzielle Beteiligung der Stadt Gladbeck an einem Volltunnel und für einen Abbruch des Planungsprozesses des Ausbaus der B 224 zur A 52 auf Gladbecker Stadtgebiet durch das Land NRW.“ Das sei aber nicht eingehalten worden, so die FDP, denn der Planungsprozess sei erfolgt, die A 52 bis zur A 2 liege klar auch innerhalb des Gladbecker Stadtgebiets und das Autobahnkreuz ebenfalls. All dies sei vom SPD-Landesverkehrsminister als Kompromiss dargestellt worden. Aber dieser Kompromiss löse das Verkehrsproblem in Gladbeck nicht. Es mache auch praktisch keinen Sinn, „dieses geplante Nadelöhr“.

Die FDP geht jetzt von dem Fakt aus, dass das Kreuz A 2/A 52 definitiv gebaut werde, weil Minister Groschek das so entschieden habe. Außerdem müsse man sich in Erinnerung rufen, dass gerade das Autobahnkreuz sowohl von Befürwortern als auch Gegnern klar als Nachteil für Gladbeck angesehen wurde.

„Wenn schon ein Autobahnkreuz, dann nur mit Tunnel“

Die FDP: „Die Befürworter waren für den Tunnel, weil sie im Vergleich zu den Nachteilen, die das Autobahnkreuz für Wittringen mit sich bringt, insgesamt einen Vorteil sehen. Die Gegner des Tunnels stimmten gegen den Tunnel, weil der Nachteil des Autobahnkreuzes zu groß erschien im Vergleich zu den Vorteilen des Tunnels. Das Autobahnkreuz wurde also sowohl von Befürwortern als auch Gegnern als Nachteil angesehen.“

Jetzt solle ausschließlich der Nachteil in die Realität umgesetzt wird. Befürworter als auch Gegner würden damit nicht ernst genommen, weil ausschließlich der Nachteil in die Realität umgesetzt werden solle. FDP-Fraktionschef Michael Tack: „Nur auf dem Nachteil wollen wir in Gladbeck nicht sitzenbleiben, und deshalb fordern wir: wenn schon ein Autobahnkreuz, dann nur mit Tunnel.“

 
 

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