Exzellentes Orgelspiel in St. Lamberti

Initiator Konrad Suttmeyer und Organistin Felicia Meyerratken beim Orgelkonzert „Hoffnung und Vertrauen“ im Rahmen der Gladbecker Orgeltage.
Initiator Konrad Suttmeyer und Organistin Felicia Meyerratken beim Orgelkonzert „Hoffnung und Vertrauen“ im Rahmen der Gladbecker Orgeltage.
Foto: FUNKE FotoServices
Felicia Meyerratken spielte bei den Gladbecker Orgeltagen. Der Liederzyklus „Hoffnung und Vertrauen“ erinnerte an den Terrorangriff auf die USA.

Gladbeck.  Angesichts der schrecklichen Zerstörung des World-Trade-Centers vor 15 Jahren und der damit verbundenen Hilflosigkeit der einzelne Menschen sei der Titel des Orgelkonzerts „Hoffnung und Vertrauen“ mit Bedacht gewählt worden, erklärte Propst André Müller. Gut 50 Zuhörer hatten sich in der Lambertikirche versammelt, um im Rahmen der Gladbecker Orgeltage einem ganz besonderen Konzert zu lauschen.

Mit Felicia Meyerratken hatte der Initiator der Veranstaltung Cantor Konrad Suttmeyer wieder eine exzellente Organistin mit einem ganz speziellen Programm gewinnen können. Mittelpunkt des Nachmittags war „Aalaiki´ssalaam“ (Friede sei mit dir) von Naji Hakim.

Brillant-fröhlicher Ausklang

Der Französische Komponist libanesischer Herkunft schrieb das Werk unter dem Einfluss der tragischen Ereignisse im Mittleren Osten und dem Ausbruch des Libanonkrieges im Jahr 2006.

Basierend auf einer christlich-orientalischen Melodie bauen sieben Variationen auf. Von einer freudigen Ausgestaltung der ersten Variation, bei der man eine orientalische Flöte zu hören meint, über rhythmische Wiederholungen in den Variationen zwei und drei mündet die vierte Variation dann in einen kraftvollen Marsch. Das Stück schreitet mit einer Habanera fort und endet schließlich mit einem brillant-fröhlichen Ausklang. Max Reger, der in diesem Jahr seinen 100. Todestag hatte, war der erste Teil des Konzerts gewidmet.

Aus dem Opus 59, das zu seinen beliebtesten Orgelwerken gehört, spielte Felicia Meyerratken das „Kyrie eleison“ und das „Gloria“. Mit ihrem zarten aber kraftvollen Spiel und ihren beinahe tänzerischen Bewegungen vor dem Spieltisch, gelang es Felicia Meyerratken auch eher ungewohnt zu hörende Werke, wie das fast an Minimalmusik erinnernde, meditative „Mein Weg hat Gipfel und Wellentäler“ des estnischen Komponisten Arvo Pärt zu einem faszinierenden Höhepunkt zu bringen.

 
 

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