Es gibt Gewinner und Verlierer

A 52-Ausbau. Beim geplanten Ausbau der B224 zur Autobahn wird immer von Befürwortern oder Gegnern gesprochen. Das sollte anders betrachtet werden. Die Befürworter sind meistens die Gewinner. Die IHK, Freunde der Wirtschaft, umliegende Städte. Profiteure, weit vom Schuss und meist in einer Villa im Grünen wohnend. Verlierer sind die betroffenen Bürger, die an der Trasse um Besitz und Gesundheit fürchten. Da wird es im Süden eine Menge Schrottimmobilien geben. Gladbeck ist stark von Armut betroffen, die von einer Transitautobahn bestimmt nicht behoben wird! Dazwischen steht die Politik. Mandatsträger der betroffenen Bürger, deren Interesse sie vertreten sollten. Trotzdem werden demokratische Mehrheiten durch Lobbyarbeit im Hinterzimmer zu Lasten von Betroffenen ignoriert. Da wird ständig von Bürgerbeteiligung geredet, diese aber in Wirklichkeit zur taktischen Variante degradiert. Bei Widerspruch geht die zur Schau gestellte Toleranz verloren und man wird als Gegner auf die Schwarze Liste gesetzt. Das ist weder sozial noch demokratisch. Willy Brandt hat blauen Himmel versprochen, der jetzt mit Feinstaub verdunkelt wird. Aber was passiert ringsherum? Bottrop ist Innovation City, Essen grüne Stadt und baut sogar einen Radschnellweg. Überall liest man von Umwelt-und Feinstaubbelastungen, gegen die Bürgergruppen klagen und gewinnen. Aber hier soll der Rest von Lebensqualität dem Kommerz geopfert werden. Wenn das Unglück geschehen ist, hilft kein Gejammer, die Natur ist dann unwiederbringlich ruiniert und die Profiteure sind vom Acker. Wenn man nicht endlich in Alternativen denkt, wird Gladbeck eine Autobahninsel für Transit-LKW. Wird aber nicht gebaut, überlegt man sich Alternativen. Zurückbleiben sonst die Verlierer in einer Verliererstadt, die von den Entscheidungsträgern den Kindern hinterlassen wird! Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder ist sie hier schon tot?

 
 

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