Erich-Fried-Hauptschüler inszenieren Mozart

Die Turnhalle der Erich-Fried-Hauptschule ist normalerweise eher der Ort für schweißtreibenden Sport und lautes Geschrei denn für hohe Kultur. Dass es auch anders geht, bewiesen die 5. und 6. Klassen und Musiklehrerin Friederike Dopp erneut mit einem ungewöhnlichen Projekt, an dem sich auch die Fachschaft Musik und die Klassenlehrer beteiligten. Gemeinsam mit Darstellern der Kinderoper Papageno aus Wien inszenierten sie Mozarts „Entführung aus dem Serail“.

Dafür funktionierten sie die schulinterne Turnhalle zur interaktiven Opernbühne um, kleideten ausgewählte Schüler in historisch anmutende Kostüme und verkürzten die bekannte Geschichte einer Entführung auf das Wesentliche.

Die Geschichte verkürzt

Während Bassa Selim seiner Konstanze ewige Treue schwor, versuchte Belmonte mit seinem besten Freund Pedrillo Konstanze und Blonde aus den Fängen des unglücklich verliebten Bassa Selim zu befreien. Zum Ende waren Belmonte, Pedrillo, Konstanze und Blonde nach einem gescheiterten Fluchtversuch dann jedoch auf die Gnade des Bassa Selim angewiesen. Da aber „Unrecht mit Unrecht zu bestrafen Bassa Selims Sache nicht ist“, konnten die vier Freunde glücklich aus dem Serail nach Hause gehen.

Für eine gute Stunde lag ein Hauch von großer Opernwelt in der Turnhallenluft - und das junge Publikum ließ sich davon begeistert in den Bann ziehen. 120 Schülerinnen und Schüler verfolgten gebannt die Schauspielerkünste ihrer Klassenkameraden und belohnten sie immer wieder mit leidenschaftlichem Applaus, am Ende gab es sogar eine kleine Autogrammstunde.

Wieder einmal hat sich damit bewiesen, dass es durchaus möglich ist, „Kinder in die Welt der Oper zu entführen, sie vertraut zu machen mit noch unbekannter Musik, schwierige Inhalte kinderleicht zu erlernen und das Ganze interaktiv zu erleben.“

Kinder in die Opernwelt entführt

So beschreiben die Akteure der Kinderoper Papageno aus Wien die Zielsetzung ihres Projekts, mit dem sie durch die Lande reisen und vor allem in Schulen Begeisterung für die Opern wecken wollen. Zum fünften Mal waren sie in der Erich-Fried-Schule empfangen worden.

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