„Elegante Hochstraße“ ersetzte alte Rentforter

Die Europabrücke ersetzte nach ihrer Eröffnung 1967 einen Teil der Rentforter Straße. Statt unter die Bahngleise führte die neue Straße über die Bahngleise am Bahnhof West.

Die Brücke wurde 2. Oktober 1967 im Beisein von Abordnungen aus Gladbecks Partnerstädten eröffnet - daher der Name „Europabrücke“. Viele ältere Gladbecker werden sich noch an die alte Verbindung erinnern: Bei starkem Regen lief sie am Tiefpunkt unter der Bahnbrücke oft voll, ein steiler Weg führte hinauf zum Bahnhof. Auch die Straßenbahnlinien 17 und 23 fuhren dort her. Mit Eröffnung der Europabrücke wurde der Straßenbahnverkehr nach Rentfort/Kirchhellen (17) und nach Zweckel (23, die bei Kost rechts abfuhr) eingestellt.

Die „Rentforter“ war damals der Zubringer zum Bahnhof West. Hinter der Bahnunterführung kreuzte sie bei der Gaststätte Kost die Möller-/Schultenstraße. Noch heute gibt es hinter Kost ein altes Reststück der Straße, aber auch zwischen Hermann- und Sandstraße ist noch - recht deutlich - ein abgebundenes, historisches Straßenstück mit der Altbebauung zu sehen.

Die Veränderung der Verkehrsführung war wegen der regelmäßigen Überschwemmungen notwendig geworden, aber auch, weil der Bahnhof West - bergbaubedingt - auf einer Anhöhe lag und um 3,5 Meter abgesenkt wurde, be-richtet Heimatforscher Heinz Enxing.

Zehn Häuser mit 45 Wohnungen und eine Tankstelle verschwanden, so Gladbeck-Kennerin Erna-Johanna Fiebig. Auch das Grundstück des alten Fuhrparks am Nordpark sei der „eleganten Hochstraße“ zum Opfer gefallen, berichtet sie.

 
 

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