Droht dem Förderverein der Käthe-Kollwitz-Schule das Aus?

Sandra Roth (Mitte), die Vorsitzende des Fördervereins Käthe-Kollwitz-Schule in Gladbeck an der Woorthstraße, Manuela Kluszynski (Kassenwartin) und Schriftführer Christian Groß hoffen auf Nachfolger im Amt.
Sandra Roth (Mitte), die Vorsitzende des Fördervereins Käthe-Kollwitz-Schule in Gladbeck an der Woorthstraße, Manuela Kluszynski (Kassenwartin) und Schriftführer Christian Groß hoffen auf Nachfolger im Amt.
Foto: WAZ FotoPool
Wenn sich an der Käthe-Kollwitz-Grundschule in Gladbeck keine Eltern im Verein engagieren wollen, muss er sich auflösen. Entscheidung am 16. Juni.

Gladbeck..  Stell’ Dir vor, alle wollen ein Schulfest feiern, aber keiner kümmert sich um die Organisation . . . Genau das könnte zukünftig an der Käthe-Kollwitz-Schule passieren – wenn sich keine Mütter oder Väter finden, die sich im Förderverein der Schule engagieren wollen. Denn der jetzige zehnköpfige Vorstand zieht sich fast komplett aus den Aktivitäten zurück. Grund: Die eigenen Kinder wechseln demnächst auf eine weiterführende Schule.

Ohne eingetragenen Verein kein Spendengeld

Die noch amtierende Vereinsvorsitzende Sandra Roth, eines der Gründungsmitglieder, erklärt: „Weil wir dann nicht mehr so nah am Geschehen sind, geben wir die Vorstandsarbeit auf.“ Ihre eigene Tochter werde beispielsweise bald das Heisenberg-Gymnasium besuchen. „Drei Mitglieder aus dem jetzigen Vorstand haben ein weiteres Kind hier an der Schule und wollen weitermachen“, berichtet die 46-Jährige. Nur: Mit einem Trio lässt sich der Förderverein nicht am Leben erhalten. Sicher, 50 Mitglieder gehören ihm aktuell an. Sandra Roth: „Bei unserer kleinen Schule mit 86 Kindern sind wir ja mit dieser Zahl schon die Helden.“ Allerdings: Das sind lediglich Mitglieder auf dem Papier. Regelmäßige Mitarbeit und Ämter? – Fehlanzeige. Bei der jüngsten Versammlung sei die Resonanz gering gewesen, bedauert Sandra Roth.

Wer vertritt künftig die Schulinteressen?

Dabei stehe für Eltern und Kinder der Käthe-Kollwitz-Schule einiges auf dem Spiel. „Wichtig ist, dass verstanden wird: Wenn es keinen Förderverein gibt, kann auch keine einzige Spende angenommen werden“, so die Vorsitzende. Denn: „Nur ein eingetragener Verein darf, im Gegensatz zu einer Schule, Spendengelder nehmen.“ Und ohne Finanzspritzen seien manche Aktivitäten einfach unmöglich. Man denke an ein Tanzprojekt, die Anschaffung von Bällen und die Verschönerung des Schulhofes, die erst Dank Unterstützung umgesetzt werden konnten. Sandra Roth unterstreicht: „Wir brauchen diesen Förderverein einfach!“

Und das auch aus einem weiteren Grund: „Die Käthe-Kollwitz-Schule gibt’s 2016 nicht mehr, dann gehört sie zur Verbundschule Pestalozzischule, Standort Woorthstraße.“ Wer soll dann die Interessen der kleineren Einrichtung wahren?

Sie vermutet: „Die Eltern denken wohl, die Arbeit im Vereinsvorstand ist ein 24-Stunden-Job, aber das stimmt nicht.“ Es liege ja im eigenen Ermessen, welche Veranstaltungen realisiert werden. Roth hofft, dass doch noch Eltern sich zur Wahl stellen und den Förderverein am Leben erhalten. Die entscheidende Sitzung beginnt am 16. Juni um 19.30 Uhr im Pavillon der Käthe-Kollwitz-Schule. Einziger Tagesordnungspunkt: Neuwahlen oder Auflösung des Vereins, der im Jahre 2013 aus der Taufe gehoben wurde.

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