Donaldeske Briefe

Bürgerforum. Zur Zeit schreiben Mitglieder der ehemaligen Truppe „Für Gladbeck“, bestehend aus SPD-nahen Mitgliedern, in einer konzertierten Aktion Leserbriefe, in denen sie unisono Autobahnkritiker und auch die Gladbecker Linke beschimpfen. In der Art eines bekannten amerikanischen Wahlkämpfers hat „Für Gladbeck“ in der letzten Woche mit weitgehend faktenfreien Leserbriefen unterhalb der Gürtellinie an die Negativinstinkte der Leser appelliert und die A52-Gegner als unverschämte Nestbeschmutzer dargestellt. Aber kann der Stadt nützen, was im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf funktioniert hat?

Wenn wirklich einmal ein Argument von dieser Autobahninitiative kommt, ist es meist noch unwahr. So behauptet Herr Martin, dass an der B224 ständige, gesundheitsschädigende Überschreitungen der Grenzwerte für Luftschadstoffe gemessen würden und legt nahe, dass dies ein Bau der A52 verhindert hätte. Das ist kompletter Nonsens, das Gegenteil ist richtig. Aus dem neuen Bundesverkehrswegeplan geht deutlich hervor, dass die Umweltbelastungen durch den Bau der A52 noch zunehmen würden. Es ist völlig klar, dass nur durch eine Verminderung des Verkehrs, vor allem der Lkw, eine Verminderung der Luftschadstoffe erreicht werden kann.

Doch der Bau der A52 würde eine Verschlimmerung der Umweltbelastungen bewirken, denn der Verkehr würde sich fast verdoppeln. Selbst im Tunnel würde der Dreck nicht einfach verschwinden, sondern an den Portalen konzentriert herausquellen. Das ganze Pöbeln und die Unwahrheiten bringen uns nicht weiter. Ich wünsche mir in der Diskussion um die A52 weniger Trump und mehr Clinton, auch von den Veteranen der Initiative „Für Gladbeck“. Franz Kruse, Linke

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