Die Linke hält 500 Millionen Euro für Tunnel für realistisch

Die Bundesstraße 224 in Höhe Freibad Gladbeck.
Die Bundesstraße 224 in Höhe Freibad Gladbeck.
Foto: WAZ FotoPool
Die A-52-Debatte läuft auf vollen Touren weiter. Olaf Jung (Die Linke) verteidigt die jüngste Kostenschätzung des Bürgerforums für den A52-Tunnel.

Gladbeck..  „Die von Autobahnkritikern ermittelten Kosten in Höhe von etwa 500 Millionen Euro für einen A-52-Immissionsschutztunnel in Gladbeck scheinen durchaus richtig zu sein. Auch die Bundesregierung hat sie nicht dementiert, sondern nur, um den Betroffenen vor Ort Sand in die Augen zu streuen, Äpfel mit Birnen verglichen.“

Das erklärt Olaf Jung (Die Linke) mit Blick auf die aktuelle A-52-Diskussion. Zugleich weist Jung die entsprechende Kritik von Sven Volmering (CDU) und der Gladbecker Union zurück.Es könne keine Rede davon sein, dass der A-52-Tunnel nur 130 Milllionen Euro kosten werde, wie der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann argumentiert.

Olaf Jung führt aus: Ferlemann lege seiner Berechnung jene ursprüngliche Vorschlag-Variante ,Tunnel-Galerie I‘ des Landes Nordrhein-Westfalent zugrunde,die seinerzeit zwischen Bund und Land abgestimmt wurde. Die damals angesetzten Kosten von 97 Millionen Euro hätten sich danach aufgrund neuer Regelwerke und der Baupreisentwicklung erhöht und betrügen für diese Lösung nun rund 130 Millionen Euro.

Jung: „Volmering und CDU legen eine überholte Ausbauvariante zugrunde“

Olaf Jung argumentiert: „Volmering und die Gladbecker CDU setzen das heute zwingend erforderliche, umfassende Tunnelbauwerk mit der längst überholten, weitgehend offen geführten „Vorschlagvariante I“ gleich. Diese Variante wurde 2006 von Straßen NRW in Gladbeck vorgestellt.

Es ist bisher die einzige Variante für den Bau der Autobahn 52 in Gladbeck, für die es einigermaßen detaillierte Planungen gibt. Sie beinhaltet eine Autobahn in Troglage, die im Bereich zwischen Grabenstraße und Phönixstraße eine Teilabdeckung durch eine Ortsfahrbahn erhält und nur in kurzen Bereichen komplett abgedeckt wird. Diese Vorschlagvariante, die nur den verkehrlichen Erfordernissen und nicht dem Schutz der Bevölkerung diente, wurde schon damals einhellig von allen Fraktionen im Rat der Stadt Gladbeck abgelehnt.

Die WASG (Vorläufer-Organisation der Linken) stellte schon 2006 fest, dass für ein Tunnelbauwerk für den Immissionsschutz die Tunnelportale außerhalb der geschlossenen Bebauung liegen müssen.“

Insofern sei eine Kostenschätzung von 500 Millionen Euro für den A-52-Tunnel in Gladbeck durchaus realistisch und richtig, unterstreicht Olaf Jung.

 
 

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