Die Herzen von Bernhard und Gerti Balster schlagen für Rosen

Der Zweckeler Bernhard Balster hegt und pflegt seine Rosen mit Hingabe.
Der Zweckeler Bernhard Balster hegt und pflegt seine Rosen mit Hingabe.
Foto: Funke Foto Services
Die Leidenschaft für die Königin der Blumen ist unverkennbar im etwa 200 Quadratmeter großen Garten der Zweckeler Bernhard und Gerti Balster.

Gladbeck..  Welche Rose ihm die Liebste ist? Da muss Bernhard Balster keine Sekunde überlegen: klar, die Gerti! Gerti? – Rosenkenner dürften stutzig werden: Was ist denn das für eine Züchtung? Die Erklärung: Die Gerti hat Bernhard Balster ganz exklusiv; sie ist seit mehr als 50 Jahren die Frau an seiner Seite. Mit ihr teilt der 75-Jährige die Leidenschaft für den eigenen Garten – und das Herz des Paares schlägt besonders für Rosen.

Üppige Prachtexemplare

„Ich habe sie alle selbst gepflanzt“, erzählt der frühere Fahrlehrer und Berufsfahrer. In seinem märchenhaften Reich würde Dornröschen sich vielleicht an der einen oder anderen Blume pieken, aber garantiert nicht in einen Tiefschlaf versinken. Es gibt einfach zu viel zu gucken . . . Balsters Prachtexemplare sind eine wahre Augenweide. Sie blühen so üppig, dass sich die Zweige biegen: puderrosa, sonnengelb, rot in diversen Schattierungen von fast schwarz bis Koralle. Handtellergroß sind manche Blüten. Und sie alle verströmen verschwenderisch den Duft, der Besucher an der Voßstraße empfängt. Wie Samt fühlen sich die Blätter unter den Fingerspitzen an. Gerti Balster hat einen Liebling unter den Königinnen der Blumen: Schnuppernd neigt sich die 73-Jährige herunter zu einer Blüte in sattem Orangeton, sie ist die Favoritin der Gladbeckerin. Dennoch entgeht ihr nicht, was ihr Mann gerade treibt. „Schneid’ nicht zu viel ab“, ruft sie ihm zu, als er mit der Gartenschere ans Werk geht.

Doch nicht nur die rosige Vielfalt fordert Bernhard Balsters Aufmerksamkeit. Auf dem gut 200 Quadratmeter großen Gartengrundstück sprießt, blüht, rankt und grünt es an allen Ecken. „Was von der Farbe her passt, haben wir gepflanzt“, sagt der 75-Jährige mit einem Augenzwinkern – schließlich „sind Blumen ja das Lächeln der Erde“. Wie ihre mit Stacheln bewehrten Schwestern sind auch Hortensien, Frauenmantel, Soldatenknöpfchen, Edel-Margeriten, kunterbunte Begonien und wie sie alle heißen bildschön, reif für ein botanisches Lexikon.

Urlaubziel Garten

Fürs Auge und für den Magen haben die Zweckeler ihre grüne Oase angelegt. Verschiedene Salatsorten, Kräuter und Buschbohnen erweisen sich in einem etwas abgelegenen Beet dankbar für Gerti Balsters sorgsame Pflege. Nebenan gedeihen rote Johannisbeeren und Stachelbeeren. Im Gewächshäuschen zieht Bernhard Balster rote Cocktailtomaten.

Das kleine Bassin – hier wachsen Seerosen und andere Pflanzen – hat er selbst gebaut. Und dabei auch an tierische Gäste gedacht: „Ich weiß, dass Vögel gerne baden.“ Eine Mädchen-Figur gießt unentwegt aus einem Krug Wasser ins Becken. Das Ehepaar hat sich ein idyllisches Refugium geschaffen: „Es ist unser Paradies, wir brauchen keinen Urlaub!“

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