Das Thema lebt wieder

Foto: WAZ

Gladbeck..  In das Thema A 52 ist wieder Bewegung gekommen. Bürgermeister Ulrich Roland spricht von „konstruktiven, offenen und zielführenden Dialogen“, die sich in den letzten Wochen entwickelt hätten.

Auslöser sei der gemeinsame Brief der Stadtoberhäupter der Städte Essen, Bottrop und Gladbeck an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gewesen. Nun wird es ein (noch nicht terminiertes) Gespräch mit dem zuständigen Staatssekretär Ferlemann und dem Parlamentarischen Staatssekretär des Landes, Horst Becker, geben.

„Es findet aber inzwischen ein Austausch der Argumente statt, der sehr rege ist“, berichtete Roland am Donnestag bei einem Pressegespräch im Rathaus. Am Freitag will er gemeinsam mit den städtischen Gutachtern und Beratern Lühder und Bischopnik dem Haupt- und Finanzausschuss informieren.

„Das Thema lebt, nachdem ein Jahr Stillstand herrschte“, bilanzierte der Bürgermeister. „Ich nehme ein deutlich verändertes Gesprächsklima wahr, das von Offenheit geprägt ist.“ Es gehe um eine Reihe ungeklärter Fragen, die auf konstruktiver Gesprächsebene mit dem Land, seinen Behörden, „aber auch Richtung Berlin“ stattfänden. „Wir erleben, dass versucht wird, wieder Vertrauen zu uns aufzubauen, man hört unsere Argumente an“, so Roland.

Der Bürgermeister erinnert daran, dass sich an den vier wichtigsten Forderungen der Stadt durch den Ratsbeschluss vom Mai 2009 nichts geändert habe, von ständig weiteren Forderungen könne keine Rede sein. „Mit dieser Mär muss mal aufgeräumt werden.“ Es gehe um die durchgehende Tunnelanlage, um das Kreuz mit der A 2 (Über- oder Unterwurf), um die Anbindung des Gewerbeparks Brauck und die Baulogistik. Das werde jetzt geprüft.

In einem Brief an Staatssekretär Ferlemann erinnerte der Bürgermeister inzwischen daran, dass der Stadt bis heute nicht die angeblichen gesetzlichen Grundlagen genannt wurden, die gegen eine durchgehende Tunnelanlage sprechen. Roland weist ferner darauf hin, dass der Ausbau nach wie vor auf erhebliche Akzeptanzprobleme bei vielen Menschen stoße. Vor Einleitung des Planfeststellungsverfahrens sei es nötig, zwischen Stadt, Land und Bund Einigkeit über die Forderungen des Rates zu erzielen. Eine frühere Planfeststellung würde aus Sicht der Stadt, so Roland, eher zu einer Verstärkung der Widerstände führen.

 
 

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