CDU-Kreisverband stellt Kandidaten für Bundestagswahl auf

Blicken beim 26. Kreisparteitag der CDU optimistisch in die Zukunft: Josef Hovenjürgen, Sven Volmering, Rita Stockhofe, Michael Breilmann und Dietmar Drosdzol.
Blicken beim 26. Kreisparteitag der CDU optimistisch in die Zukunft: Josef Hovenjürgen, Sven Volmering, Rita Stockhofe, Michael Breilmann und Dietmar Drosdzol.
Foto: Jörg Schimmel
  • Sven Volmering steht auf Platz eins der Liste des Kreisverbandes für die Bundestagswahl 2017
  • Die zweitplatzierte Rita Stockhofe verzichtet auf eine Kampfkandidatur, den dritten Platz hält Michael Breilmann
  • CDU-Politiker äußern in einer Talkrunde heftige Kritik an der rot-grünen Landespolitik

Gladbeck..  Neben der Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten zum Bezirks- und Landes- und Bundesparteitag, stellten sich die drei Bundestagskandidaten der Kreis-CDU vor. Kreisverbandsvorsitzender Josef Hovenjürgen (MdL) sorgte gleich zu Beginn für volle Rückendeckung der Kandidaten. „Ihr habt unsere Unterstützung sicher, könnt auf uns zählen.“

Eine Findungskommission hatte vor dem Parteitag bereits die Reihenfolge für die drei Bundestagskandidaten des Kreisverbandes entschieden. Am Freitag gab es keinen Antrag auf Änderung dieser Reihung, es blieb bei dem gesetzten Votum an den Kreisvorstand. Auf Platz eins kam der Bundestagsabgeordnete Sven Volmering (Wahlkreis 125). Die Bundestagsabgeordnete Rita Stockhofe (Wahlkreis 122) kam auf den zweiten Platz, Michael Breilmann (Wahlkreis 121) wurde Dritter. Rita Stockhofe verzichtete auf eine Kampfkandidatur mit Volmering. Damit hatte nicht jeder im Vorfeld gerechnet, denn je besser die Kandidaten auf der Kreisliste platziert sind, desto besser wird ihr Platz auch auf der Landesliste sein.

Bei der Bundestagswahl 2013 zogen Sven Volmering (Platz 26) und Rita Stockhofe (Platz 50!) über die NRW-Landesliste in den Bundestag ein. Die Landesliste zog bis Platz 51. 2009 stand Sven Volmering auf Platz 28 der Landesliste, die damals nur bis Platz 19 der Landesliste der NRW-CDU zog. Rita Stockhofe kandidierte da noch gar nicht.

Grußwort vom Bezirksvorsitzenden der CDU Ruhr, Oliver Wittke

Oliver Wittke, Bezirksvorsitzender der CDU Ruhr, ließ sich aus Termingründen entschuldigen, richtete aber ein Grußwort an Delegierte und Kandidaten. Er nennt den „Kreisverband einen wichtigen Baustein christlich-demokratischer Politik im Ruhrgebiet“. Zudem bilde der Kreisverband „nach wie vor die mitgliederstärkste Stütze des Bezirksverbandes“. Von 2017 spricht er als einem „Superwahljahr“, in dem auch die „Chance besteht, die rot-grüne Politik in Düsseldorf endlich zu beenden“. Wittke: „Es wird Zeit, das Ruder ‘rumzureißen.“

Kritik am Land übte auch Gladbecks Stadtverbandsvorsitzender Dietmar Drosdzol, der die Delegierten launig begrüßte: „Die meisten haben Gladbeck ja schon erlebt, meistens am Flaschenhals der A52.“ Drosdzol will, dass „Rot-Grün wegkommt“, denn „die wirtschaften das Land immer weiter in den Keller“.

Industriearbeitsplätze schaffen

So sei es unverständlich, dass der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Hübner „null Prozent Wirtschaftswachstum verteidigt“. Mit Blick auf 2017 sollten die Christdemokraten „klare Kante zeigen, sich nicht zehn Mal im Wind drehen“ und die Leitsätze der CDU „offen, sozial, christlich, menschlich“ verteidigen. „Wir dürfen unsere Werte nicht unter Wert verkaufen.“

In einer Talkrunde stellten sich die drei Kandidaten den Fragen des Moderators Vassilios Psaltis. Breilmann, der in Castrop-Rauxel knapp als Bürgermeisterkandidat scheiterte, will sich vor allem für Industriearbeitsplätze – Beispiel New Park – einsetzen und fordert zudem Steuerentlastungen. Als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sieht er den abnehmenden Respekt gegenüber der Polizei, will sich zudem für die Stärkung der Kommunen einsetzen. „Bundesmittel versickern im Landeshaushalt und erreichen die Kommunen nicht.“

Rita Stockhofe sieht ihre Schwerpunkte im Verbraucherschutz und der Landwirtschaft. Mit Blick auf die Grünen sagte sie: „Ideologien helfen nicht in der modernen Landwirtschaft.“

Froh über die A 52-Tunnellösung

Schwerpunktthemen bei Volmering sind die Finanzsituation der Kommunen, die A 52 und „die digitale Bildung, die auch Wirtschaftsförderung ist“. Volmering, einer der Politiker, die den A 52-Knoten durchschlagen haben, ist „sehr froh, dass wir die Tunnellösung hinbekommen haben“. Wenn der Verkehr fließe, sei dies ein wichtiger Ansiedlungsgrund. Und wann startet der Ausbau? Nun, konkret will Volmering nicht werden, sagt aber: „Ich setze mich dafür ein, dass das Ding so schnell wie möglich kommt.“

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