CDU auf der Überholspur

Rund 100 Besucher kamen zur CDU-Infoveranstaltung ins Pfarrheim St. Lamberti. Foto:Heinrich Jung / WAZFotoPool
Rund 100 Besucher kamen zur CDU-Infoveranstaltung ins Pfarrheim St. Lamberti. Foto:Heinrich Jung / WAZFotoPool
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Die CDU auf der Überholspur: Unmittelbar nach der Ratssondersitzung zum A-52-Ratsbürgerentscheid lud die Union am Donnerstagabend zu einer A-52-Informationsveranstaltung ein.

Gladbeck.. Im Pfarrheim St. Lamberti zeigte sich eindrucksvoll, wie sehr der mögliche A-52-Ausbau die Gladbecker mobilisiert: Rund 100 Parteimitglieder und interessierte Bürger versammelten sich, um sich wenige Minuten nach der Ratssondersitzung top-aktuell zu diesem Thema auf den neuesten Stand zu bringen.

Von den Details des kommenden Ratsbürgerentscheids am 25. März bis zu den sensiblen Punkten einer neu gestalteten A-52-Trasse mitten durch die Stadt - rund zwei Stunden lang nahm die CDU das A-52-Thema unter die Lupe: Andreas Willmes erläuterte mit Karten und Zeichnungen die Planungen für das Autobahnkreuz, für die Gewerbepark-Brauck-Anbindung, für den Tunnel und die Stadtallee; Hans-Joachim Kalb erklärte das Prozedere beim A-52-Ratsbürgerentscheid; Reinhold Fischbach und Christian Enxing ergänzten als Fraktionschef bzw. Stadtverbandsvorsitzender diese umfangreichen Erläuterungen.

„Die angekündigte Offenheit und Transparenz hat ihr schnelles Ende. . .“

Mehrfach wiesen die CDU-Spitzen darauf hin, dass sie bei dieser Gelegenheit gerne bereits mehr A-52-Simulationen und Planskizzen präsentiert hätten. Derzeit seien allerdings keine weiteren Unterlagen dazu von der Stadt bzw. von den Planern für die CDU erhältlich.

Reinhold Fischbach formulierte gegenüber der WAZ den Vorwurf an die Adresse der Stadt, sie wolle das bereits vorliegende, seiner Einschätzung nach durchaus umfangreiche A-52-Skizzen-Material vorerst für sich behalten, um es dann exklusiv auf der ersten städtischen A-52-Infoveranstaltung am 9. Februar in der Stadthalle präsentieren zu können. Partei-Chef Christian Enxing ergänzte: „Die angekündigte Offenheit und Transparenz der Verwaltung hat ihr schnelles Ende, wenn es jemand anders ist als die Verwaltung, der für Offenheit und Transparenz sorgt. Die SPD vielleicht mal ausgenommen. . .“ (siehe dazu Text unten mit Stellungnahme der Stadt).

Ratsbürgerentscheid aktiviert die Stadtgesellschaft

Deutlich wurde an diesem Abend aber nicht nur, was die Parteien und politischen Gruppierungen trennt. Deutlich wurde auch, dass der kommende Ratsbürgerentscheid die Stadtgesellschaft über Parteigrenzen hinweg aktiviert. Hans-Joachim Kalb sagte zu den rund 100 Menschen im Pfarrheim mit Blick auf den A-52-Entscheid: „Machen Sie von Ihrem ur-demokratischen Recht Gebrauch, über eine Angelegenheit der Gemeinde abzustimmen. Stellen Sie uns Fragen. Wir versuchen diese Fragen zu beantworten, so weit uns das möglich ist.“

Die Union will in den nächsten Wochen weitere A-52-Infotreffen anbieten; es seien ja nur rund zwei Monate bis zum Tag des Ratsbürgerentscheids, so die Unions-Aktiven, die zugleich darauf hinwiesen, dass sie im Stadtrat vergeblich für eine Verschiebung des Bürgerentscheids auf den 29. April eingetreten seien.

Stadtsprecher zu den CDU-Vorwürfen : „Jede Partei wird fair behandelt“

Auf Anfrage der WAZ unterstrich Stadtsprecher Peter Breßer-Barnebeck die grundsätzliche Bereitschaft der Stadt, die politischen Parteien fair und umfassend für ihre jeweiligen A-52-Diskussionsveranstaltungen mit A-52-Material und -Skizzen auszustatten, falls entsprechende Anfragen konkret vorliegen.

Das gelte für die CDU genauso wie für jede andere demokratische politische Partei in Gladbeck. Insofern sei die CDU-Kritik unbegründet.

Breßer-Barnebeck betonte zugleich, dass es der Stadtverwaltung in den nächsten Wochen nicht möglich sein werde, eigene Mitarbeiter (Dezernenten, Amtsleiter etc.) zu den jeweiligen A-52-Treffen der Parteien als Referenten zu entsenden. Das übersteige einfach die personellen Kapazitäten und Möglichkeiten der Stadt.

Das nächste A-52-Parteitreffen ist am Dienstag, 17. Januar, um 19.30 Uhr im SPD-Büro am Goetheplatz - als Gesprächspartner ist dort Wendel vorm Walde als Vorsitzender des Stadtplanungs- und Bauausschusses präsent.

 
 

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