Caritasverband baut in Gladbeck modernes Haus für Behinderte

Mit einem symbolischen Spatenstich starten (v.l.) Bürgermeister Ulrich Roland, Propst André Müller und Caritas-Vorstand Rainer Knubben das Bauvorhaben in Zweckel.
Mit einem symbolischen Spatenstich starten (v.l.) Bürgermeister Ulrich Roland, Propst André Müller und Caritas-Vorstand Rainer Knubben das Bauvorhaben in Zweckel.
Foto: Funke Foto Services
In Zweckel startet ein Neubauprojekt, das ein katholisches Gemeindezentrum und ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen unter einem Dach vorsieht.

Gladbeck..  Ein besonderes Zeichen der Inklusion, des Miteinanders von Menschen mit und ohne Behinderung, setzen Caritasverband und Pfarrei St. Lamberti mit einem Neubauprojekt im Schatten der Zweckeler Herz-Jesu-Kirche: Für 1,7 Millionen Euro entsteht an der Schroer-straße ein Gebäude, das sowohl Gemeindehaus als auch Wohnhaus für 16 Menschen mit Behinderungen sein wird. „Hochspannend in dieser Zeit“, bewertet Caritasdirektor und Propst André Müller das „ambitionierte Vorhaben“.

Im Beisein zahlreicher Gäste fand am Montag der erste Spatenstich und damit der offizielle Baubeginn statt, mit dem die Caritas die Dezentralisierung des Behinderten-Wohnheims St. Suitbert fortsetzt und die Pfarrei ein Bekenntnis zur Stärkung des Gemeindelebens im Ortsteil abgibt. Müller: „Insgesamt ein positives Zeichen für den Norden der Stadt.“ Ein derart konzipiertes neues Gemeindezentrum gebe es so im ganzen Bistum nicht. Auch Bürgermeister Ulrich Roland lobte das Bauprojekt als „gute Botschaft für die Stadtgesellschaft“.

Das vom Bottroper Architekturbüro Strelzig & Klump konzipierte Neubauvorhaben sieht vor, dass im Erdgeschoss des Neubaus auf 335 Quadratmetern ein Gemeindezentrum für die Herz-Jesu-Gemeinde als Ersatz für das inzwischen abgerissene Kaplan-Poether-Haus entsteht – mit großem Saal, Mehrzweckraum, Küche und Nebenräumen. Das Gemeindezentrum bekommt einen eigenen Eingang und öffnet sich zur Kirche hin, wo auch Freiflächen zur Verfügung stehen werden. In den beiden oberen Etagen entstehen auf je knapp 380 Quadratmetern zwei Wohngruppen für je acht Menschen mit Behinderungen, die in barrierefreien, modern gestalteten und eingerichteten Einzelappartements untergebracht sind. Der Eingang wird an der Schroerstraße liegen. Die Bauzeit ist auf 15 Monate veranschlagt, richtig los soll es im August gehen.

Caritas-Geschäftsführer Rainer Knubben spricht von einer „Win-win-Situation“ für alle Beteiligten: Durch die Kooperation werde Inklusion räumlich leicht gemacht, da die Bewohner direkt am Gemeindeleben teilhaben könnten. Die Gemeinde erhalte gleichzeitig ein neues modernes Zentrum, das ohne Kooperation – vor allem aus finanziellen Gründen – nicht möglich wäre, wie auch Propst Müller betonte. Die Pfarrei steuert mehr als 470 000 Euro zu den Baukosten bei, die sie zu großen Teilen aus dem Verkauf des Grundstücks an die Caritas und den Verkauf des ehemaligen Hauses Bertlich (Dorstener Straße) finanzieren kann.

Mit dem Neubau realisiert die Caritas des dritte Projekt der Dezentralisierung. Knubben: „Zwei Standorte suchen wird noch.“

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