Bundesregierung will die A 52

Anfang März nahmen Matthias Raith und Stephan Müller vom Bürgerforum bei ihrer Visite in Berlin auch Kontakt mit der Grünen-Bundestagstagsfraktion auf - das führte verblüffend schnell zu einer Kleinen Anfrage der Grünen im Bundestag zum Thema A 52. Das Bürgerforum hoffte nach eigenem Bekunden, mit diesem Vorgehen die Widersprüche zwischen den laufenden Planfeststellungsverfahren und den Aussagen von Politikern aufzuzeigen.

Jetzt liegt der WAZ die Antwort der Bundesregierung vor - die Ausführungen der Regierung bestätigen zum einen das Bürgerforum, zum anderen aber auch die Lokalpolitik. Ob die Bundesregierung auch über Alternativen zur A 52 nachdenke, wollten die Grünen in ihrer Anfrage unter anderem sinngemäß wissen. Darauf antwortete die Regierung, dass sie die A 52 für „unabdingbar“ halte. Auf Alternativen geht sie in ihrer Antwort erst gar nicht ein. Das Bürgerforum kann sich in seinem Urteil bestärkt fühlen, dass Autobahnbefürworter in Berlin die Regie führen, die von alternativen Verkehrskonzepten absolut nichts wissen wollen.

Die Antwort der Regierung bestätigt andererseits jenen Verhandlungsstand, den die Gladbecker Delegation nach dem Berliner Gespräch vom 6. März vermeldete. Die Gestaltung des Autobahnkreuzes, schon jetzt Gegenstand der Planfeststellung, erlaubt eine nördliche Fortführung der A 52 in Tunnellage. Der Planungsprozess von der A 2 bis Buer ist danach also noch völlig offen - ein deutlich verlängerter Tunnel ist möglich.

 
 

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