Bürgermeister Roland kritisiert A 52-Geplänkel im Vorfeld

Rund 35000 Autos, darunter viel Schwerlastverkehr, verkehren täglich auf der B 224 und queren das Gladbecker Stadtgebiet.
Rund 35000 Autos, darunter viel Schwerlastverkehr, verkehren täglich auf der B 224 und queren das Gladbecker Stadtgebiet.
Foto: FUNKE FotoServices
Äußerungen von CDU-MdB Volmering und Bürgerforums-Vorsitzenden Raith erschweren weitere Verhandlungen. Das macht Gladbecks Bürgermeister deutlich.

Gladbeck.. CDU-MdB Volmering fordert vom Rat der Stadt „ein klares Bekenntnis zur A 52“, Bürgerforums-Chef Matthias Raith verlangt vom Bürgermeister, „eine alternativlose Autobahnplanung samt Tunnel und Kreuz strikt zurückzuweisen.“ Im Vorfeld des A 52-Gesprächstermins im Berliner Verkehrsministerium am 3. November wird in Gladbeck viel geredet.

"Es gibt einen einen klaren Beschluss des Rates vom September 2014"

Zuviel und wenig zielführend, nach Meinung von Bürgermeister Ulrich Roland. „Das Geplänkel im Vorfeld erschwert unnötigerweise die weiteren Verhandlungen“, nimmt er Stellung zu Äußerungen der letzten Tage. Roland kritisiert außerdem, dass die Aussagen des CDU-MdB nicht von Sachkenntnis geprägt seien. „Es gibt einen klaren Beschluss des Rates vom September 2014. Dieser fordert verbesserten Schutz für unsere Bürger an der B224 sowie Wittringen, eine Zusammenführung der Stadtteile und eine bessere Erreichbarkeit der Stadt sowie unserer heimischen Unternehmen“, so Roland.

Dieser Beschluss sei Grundlage für die erneuten Verhandlungen mit Berlin über einen B 224-Ausbau zur A 52 auf Gladbecker Stadtgebiet. „Wir wollen das Bestmögliche für Gladbeck herausholen“, stellt der Bürgermeister, der die Verhandlung führt, klar. Das „Bestmögliche“ heißt: Das Angebot muss besser sein als das von 2012, das die Gladbecker im Ratsbürgerentscheid abgelehnt haben.

"Wir sollten ein neues Angebot nicht im Vorfeld kleinreden"

Konkret: Ein Tunnel von mehr als 1,5 Kilometer Länge, auf jeden Fall mehr Schallschutz in Gladbeck-Ost und ein Unterflieger am Autobahnkreuz vor Wittringen anstelle eines bisher geplanten Überfliegers. Wenn es zu einem solchen Angebot käme, hätte auch der Ratsbürgerentscheid seinen Sinn. „Wir sollten ein neues Angebot nicht im Vorfeld kleinreden“, warnt Roland daher in Richtung Bürgerforum.

Auch der Vorwurf der CDU, beim Tunnelbau in Oberau habe anders als in Gladbeck Einigkeit bestanden, könne so nicht stehen bleiben. „Da ging es um eine Ortsumfahrung mit Tunnel“, stellt Roland klar. Wenn es eine solche Option (durch die Heege) für Gladbeck gäbe, würde es hier mit Sicherheit sehr große Zustimmung geben.

 
 

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