Bürgerinitiativen: Auch für A-52-Kreuz Planverfahren

Foto: WAZ

Gladbeck..  Die Bürgerinitiativen gegen den Bau der A 52 halten den Start des Planfeststellungsverfahrens für den Bau der A 52 auf Gladbecker Gebiet Mitte 2011 für kein gutes Zeichen. Sprecherin Meike Maser-Plag: „Das ist wieder Salami-Taktik von Land und Bund.“

Der Beginn des Planfeststellungsverfahrens bezieht sich nur auf den eher kleinen B-224-Abschnitt zwischen der Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck und dem künftigen Autobahnkreuz Essen/Gladbeck, präzisierten Stadtverwaltung und Bürgerinitiativen. Für den längeren Abschnitt zwischen dem künftigen Autobahnkreuz bis zur Stadtgrenze Gelsenkirchen-Buer mit der geforderten Tunnelanlage sei, so die Stadt, ein Planfeststellungsverfahren noch nicht greifbar. Allerdings: Die Gladbecker Forderungen, die vor Beginn des Planfeststellungsverfahrens für den genannten kleinen, südlich der A 2 gelegenen Abschnitt erfüllt werden sollen, beziehen sich auf das gesamte A-52-Projekt auf Gladbecker Gebiet.

Die Stadtverwaltung bestätigte, dass derzeit Gespräche mit Bund und Land, „auf beiden Ebenen“ laufen, um offene Fragen zu klären. Gesucht wird auch nach einem Termin für den gemeinsamen Besuch des Berliner und des Düsseldorfer Staatssekretärs vor Ort.

Maser-Plag weist darauf hin, dass nach Informationen der Bürgerinitiativen für das künftige Autobahnkreuz Essen/Gladbeck ein weiteres, gesondertes Planfeststellungsverfahren geplant ist, das im Oktober beginnen soll. „Und zwar mit dem sogenannten Überflieger in der Planung.“ Und sei der erst einmal planfestgestellt, gebe es kein Zurück mehr. Außerdem sei dann eher die Galerie- als die Tunnellösung für den nördlich der A 2 gelegenen Bereich realistisch, so die Sprecherin.

Die Gladbecker Stadtverwaltung sagt dagegen, ihr sei nichts bekannt von einer gesonderten Planfeststellung für das Kreuz. Die laufe mit der Planfeststellung des Abschnitts ab Stadtgrenze Bottrop gemeinsam. Das mache keinen Sinn, das extra zu behandeln. Außerdem weist ein Sprecher der Stadtverwaltung darauf hin, dass die Planfeststellung des Kreuzes - in welcher Ausbauvariante auch immer - keine Rückschlüsse auf die Ausbauvariante nördlich der A 2 zulasse.

Nach Informationen der Bürgerinitiativen müsse, so Maser-Plag, wegen neuer Verkehrs-Berechnungen in Essen und Bottrop das Planfeststellungsverfahren in Bottrop und Essen noch einmal neu aufgelegt werden. Möglicherweise kommt es dann auch zur Beteiligung in Gladbeck. Die Nicht-Beteiligung Gladbecks an diesem Planfeststellungsverfahren war von Gladbecker Seite beklagt worden.

Nach Informationen aus Bottrop kommt es Anfang Mai zu dem angebotenen Gespräch des Staatssekretärs aus dem Bundesverkehrsministerium, Ferlemann, mit seinem Amtskollegen aus dem Düsseldorfer Landesverkehrsministerium und den drei Stadtoberhäuptern von Essen, Bottrop und Gladbeck.

 
 

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