Bürgerforum stellt Bedingungen für Treffen in Berlin

B 224 in Gladbeck.
B 224 in Gladbeck.
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Der Herbst rückt näher und damit der Termin für das nächste A52-Spitzengespräch in Berlin. Das Bürgerforum verlangt nun Bedingungen dafür.

Gladbeck.. Das Bürgerforum fordert, die Teilnahme der Gladbecker Stadtdelegation an der weiteren A-52-Gesprächsrunde in Berlin im September davon abhängig zu machen, dass es zuvor seitens von Bund bzw. Land konkrete Vorschläge für eine künftige, stadtverträgliche Trassengestaltung auf Gladbecker Kerngebiet gibt.

„Falls es - wie angekündigt - in den nächsten Monaten zu weiteren Gesprächen in Berlin kommen sollte, bitten wir Sie, Ihre Teilnahme davon abhängig zu machen, dass die Vorstellungen des Bundes für die Umplanung des Knotens mit der A 2 im Bereich des Pelkumer Feldes und die Querung der Stadtmitte vorab detailliert vorgelegt und veröffentlicht werden“, formulieren Matthias Raith und Stephan Müller vom Bürgerforum-Vorstand in einem Brief an Bürgermeister Ulrich Roland (SPD).

Ohne klare Konkretisierungen würden angekündigte Verbesserungen „allzu leicht zu leeren Versprechungen, die ein endloses Hinhalten erleichtern“. Neue bauliche Lösungen müssten „zur Minderung der zu erwartenden Immissionen deutlich über die bisher vorgelegten Vorstellungen hinausgehen“, die die Gladbecker beim Ratsbürgerentscheid im März 2012 abgelehnt hätten.

Alle Beteiligten, so unterstreichen Raith und Müller, stimmten darin überein, dass der Schlüssel zur Lösung der Probleme bei der Stadt Gladbeck, bei ihren Entscheidungsträgern und damit ganz maßgeblich auch bei Bürgermeister Roland liege.

Die Stadtspitze müsse ihren Einfluss nutzen, „um die seit Jahrzehnten missliche und für Gladbeck nicht akzeptable Verkehrssituation endlich zügig zu beenden“. Eine stadtverträgliche Trassengestaltung sei bei einem Verzicht auf einen Autobahnausbau weiter möglich - und das ohne gravierende Eingriffe in die Lebensqualität der Menschen und zum großen Vorteil für den Fern-und Regionalverkehr.

„Ein Baurecht für die A 52 in Gladbeck wird es nicht geben“

Das Bürgerforum sieht keinerlei Chance für den A-52-Ausbau in Gladbeck und legt das auch nochmals in dem Schreiben an Roland dar: „Alle Fachleute, die sich sachlich mit den Planungen des Bundes auseinandergesetzt haben, kommen zu dem Ergebnis, dass die A 52 auf Gladbecker Gebiet nach den geltenden Rechtsregeln nicht gebaut werden darf. Das ist, wie sich aus den Einwendungen und offiziellen Stellungnahmen in den Planfeststellungsverfahren ergibt, auch die gut begründete Auffassung Ihrer Verwaltung und der von Ihnen beauftragten Rechtsanwälte. Ein Baurecht für die A 52 in Gladbeck wird es nicht geben.“

Das Bürgerforum verweist ergänzend darauf, dass es im September seine umfassende Ausarbeitung zum Thema A 52 („Plädoyer für eine bessere Mobilität“) vorlegen wird. Die WAZ hat dieses Projekt bereits vorgestellt.

 
 

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