Bürgerforum startet 68 Seiten starke Attacke gegen A52-Pläne

B 224 in Gladbeck mit Blick auf die Kreuzung in Höhe Phoenixstraße.
B 224 in Gladbeck mit Blick auf die Kreuzung in Höhe Phoenixstraße.
Foto: FUNKE Foto Services
Der heiße Herbst zum Thema A 52 rückt näher - das Bürgerforum legt jetzt die umfassende Publikation „Plädoyer für eine bessere Mobilität“ vor.

Gladbeck..  Das Bürgerforum Gladbeck startet seine Herbstoffensive in Sachen Autobahn 52. Druckfrisch liegt das 68 Seiten starke „Plädoyer für eine bessere Mobilität“ jetzt vor.

Am Dienstag wurde das Heft offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt; nun wird es auch an Verwaltungsleute und Politiker in Stadt und Land geschickt, um die Position der A-52-Gegner zu allen Facetten des Autobahnthemas deutlich zu machen. Und natürlich erhält auch NRW-Verkehrsminister und A-52-Befürworter Michael Groschek in den nächsten Tagen ein Exemplar.

„Die gegenwärtige Situation - Das Problem A 52 - Unsere Vorschläge - Notwendigkeit eines Modellprojekts“ - schon die Kapitelüberschriften machen deutlich, worum es dem Forum mit der Ausarbeitung geht: um eine ganzheitliche Betrachtung des A-52-Themas; sozusagen um ein Grundsatzpapier, das zugleich ein detailreicher Forderungskatalog ist.

Gladbeck braucht aus Sicht des 140 Mitglieder zählenden Bürgerforums keine weitere Autobahn, sondern einen stadtverträglichen Rückbau der B 224 mit Tempo-50-Limit und Nachtfahrverbot für Lkw; die Autobahn 52 müsse auf dem gesamten Abschnitt zwischen der Autobahn 42 und Gelsenkirchen-Buer-West verhindert werden; zugleich sind mit Blick auf den öffentlichen Nahverkehr zeitgemäße Mobilitätskonzepte wie eine möglichst enge Zug-Taktung nach Essen oder eine Extra-Spur für Schnellbusse schnellstmöglich zu verwirklichen, um Straßen wie die die B 224 zu entlasten. Auch die Bedeutung attraktiver Radweg-Verbindungen wird in dem Heft ausführlich dargestellt.

Bürgerforum sieht A 43 als geeignete Alternative für den Fernverkehr

Mit der A 43, die sich derzeit im sechsspurigen Ausbau befinde, stünde eine effiziente Alternative für den Lkw-Verkehr in Nord-Süd-Richtung zur Verfügung, unterstrich Bürgerforum-Chef Matthias Raith am Dienstag nochmals. Die Strecke über Recklinghausen sei nur um 5,8 Kilometer länger als die Route über die B 224 durch Gladbeck. Die Schlussfolgerung des Bürgerforums, auf Seite 15 des neuen Heftes zu lesen: „Der Zeit- und Streckenvorteil der A 52 für den Fernverkehr ist so gering, dass er praktisch nicht ins Gewicht fällt.“

Grafiken und Illustrationen erläutern die Positionen des Bürgerforums

Mit Grafiken und Illustrationen macht das Forum auf den 68 Plädoyer-Seiten seine Positionen deutlich. „Weckrufe“ von Ex-NRW-Verkehrsminister Christoph Zöpel und Verkehrsexperte Heiner Monheim runden das Infopaket ab.

Matthias Raith und seine Mitstreiter hoffen jetzt, dass das „Plädoyer für eine bessere Mobilität“ zum Preis von acht Euro von vielen Menschen erworben wird (auch die WAZ-Redaktion hält Exemplare zu acht Euro in Kommission bereit).

Das Heft wurde in einer Auflage von 1000 Exemplaren gedruckt und zeigt auf dem Cover die „Brücke der Solidarität“, die zwar nicht auf der A-52-Trasse, sondern in Duisburg liegt, die aber mit ihrer intelligenten Verkehrslenkung laut Bürgerforum ein Vorbild für künftige Maßnahmen auf der Bundesstraße 224 sein könnte.

 
 

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