Bürgerforum ist die Speerspitze des Widerstandes

Matthias Raith und Karl-Heinz Ochlast präsentieren das neue Schild des Bürgerforums.
Matthias Raith und Karl-Heinz Ochlast präsentieren das neue Schild des Bürgerforums.
Foto: WAZ FotoPool
Das Bürgerforum gründete sich vor einem Jahr als Bündnis gegen den B 224-Ausbau zur A 52. Noch immer geht es darum, die Pläne des Bundes zu kippen.

Gladbeck.. „Eigentlich müsste doch jeder Gladbecker heute Abend hier sitzen“. Das findet zumindest Matthias Raith, Vorsitzender des Bürgerforums Gladbeck, der zum offenen Treffen in die Alte Post geladen hatte, aber die ganz große Resonanz nicht feststellen konnte.

Dabei gilt es doch nach Meinung der Initiative gegen den Ausbau der B 224 zur Autobahn mehr denn je, die Gladbecker Flagge zu zeigen und sich gegen die Pläne des Bundes zu wehren. Denn mit der Ankündigung zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für das Teilstück von der Stadtgrenze Bottrop bis zum Autobahnkreuz A 2 in Höhe von Wittringen werden planerisch jetzt Fakten geschaffen.

Womit das Bürgerforum Gladbeck e.V., das sich vor einem Jahr am 6. Dezember gründete (dem für die Gladbecker Eigenständigkeit historisch bedeutsamen Datum des sogenannten „Nikolaus-Urteils) seine Aktivitäten noch verstärken und mit dem nötigen Selbstbewusstsein in der Öffentlichkeit vertreten wird. An letzterem mangelt es nicht. „Das Bürgerforum ist bislang als politische Speerspitze gegen den Bau der A52 durch Gladbeck und für den Rückbau der B224 zu einer stadtverträglichen Straße in Erscheinung getreten“, drückt Raith in einer Mitteilung zum „Einjährigen“ das Selbstverständnis des Forums aus.

"Die Maßnahme hat keinerlei Vorteile für die Gladbecker Bürger"

Raith: „Wir haben in unserem ersten Jahr gute Grundlagen geschaffen für das jetzt wohl offiziell beginnende, erste Planfeststellungsverfahren zum Bau der A52 auf Gladbecker Gebiet. Wir konnten vielen Bürgern und so manchem Politiker zeigen, dass die vom Bund beabsichtigte Maßnahme keinerlei Vorteile für die Gladbecker Bürger und die heimische Wirtschaft bringt, sondern die Lebensqualität in der Stadt unwiederbringlich beschädigen wird.“ Dass der Rat der Stadt sich am 18. September einmütig gegen den isolierten Bau des Kreuzes am Wittringer Park ausgesprochen habe, sei ein wichtiger Meilenstein im Kampf der Gladbecker gegen die A52.

Die Pläne des Bundes zu Fall bringen

Die Gladbecker hätten jetzt, so Raith weiter, die einmalige Chance, mit gezielten Einwendungen im Verfahren die Pläne des Bundes zu Fall zu bringen. Eine verdrossene Grundeinstellung nach dem Motto „Die da oben machen sowieso, was sie wollen“ sei fehl am Platz.

Es geht um das aktive Engagement eines jeden Einzelnen

„Das Bürgerforum kann den Widerstand der Gladbecker koordinieren und den vom Bau der Autobahn Betroffenen diejenigen Möglichkeiten aufzeigen, die auch wirklich erfolgversprechend sind. Das erfordert ein aktives Engagement jedes Einzelnen. Wir haben in unserem ersten Jahr die Vorbereitungen getroffen, um unsere Mitgliedern mit fachlichen fundierten Ratschlägen zur Seite zu stehen. Und wir sammeln Spendengeld, um in Ausnahmefällen einzelne, im Interesse der gesamten Stadt erfolgversprechende Klagen zu finanzieren.“

 
 

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