Bürgerforum Gladbeck sieht Roland als Mitstreiter

Die Zukunft der B 224 bleibt in Gladbeck ein viel diskutiertes Thema (hier der ausgebaute A-52-Abschnitt bei Buer-West unmittelbar an der Stadtgrenze zu Gladbeck).
Die Zukunft der B 224 bleibt in Gladbeck ein viel diskutiertes Thema (hier der ausgebaute A-52-Abschnitt bei Buer-West unmittelbar an der Stadtgrenze zu Gladbeck).
Foto: Michael Korte, Archiv
Wie beurteilt das Bürgerforum Gladbeck das jüngste Kommunalwahlergebnis? Matthias Raith (Bürgerforum) sieht Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) mit seinem Bekenntnis zum Respekt vor dem Ergebnis des Ratsbürgerentscheids von 2012 klar gestärkt. Geschwächt worden seien dagegen die Autobahnbefürworter.

Gladbeck..  Matthias Raith vom Bürgerforum Gladbeck wertet das Kommunalwahlergebnis als grundsätzlich positiv für die Auseinandersetzung um die B-224-Zukunft.

Mit der Wiederwahl und seinem Stimmenergebnis von 63,7 % habe Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) „seine politische Position in seiner Partei, in der Stadt und weit darüber hinaus deutlich gestärkt“, so Raith. Alle Bürger, die sich im Ratsbürgerentscheid von 2012 so eindrucksvoll gegen die A 52 ausgesprochen hätten, könnten jetzt Roland „an seinen Worten messen“.

Raith führt seine Sicht der Dinge so aus: „Bürgermeister Roland hat uns jenseits aller formalen Zuständigkeiten seinen persönlichen Einsatz gegen den Bau der A 52 auf Gladbecker Gebiet und für den Rückbau der B 224 zu einer innerstädtischen Straße versprochen. Die Autobahngegner haben damit für die kommenden sechs Jahre an entscheidender Stelle einen entschlossenen Mitstreiter gewonnen. Das Bürgerforum hat Roland in diesem Sinne gratuliert und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.“

Raith: „Autobahnbefürworter sind von den Wählern klar abgestraft worden“

Davon abgesehen sei die Kommunal- und Bürgermeisterwahl nach außen hin aber „nur sehr bedingt eine erneute Bürgerabstimmung für oder gegen die A 52“. Die meisten Politiker hätten sich alle erdenkliche Mühe gegeben, die komplexe und für sie leidige Angelegenheit nicht in den Vordergrund zu stellen, bis hin zur Ausrufung des Themas als „Scheindebatte“. Fest stehe aber, so Raith, dass diejenigen Kräfte, die sich für die Autobahn eingesetzt hätten, geradezu dramatisch abgestraft worden seien.

Das seien in erster Linie die CDU, die sich ohne plausible Sachargumente und gegen den erklärten Bürgerwillen den Bau der A 52 durch Gladbeck zum Ziel gesetzt habe, und es betreffe die FDP, die zugunsten der A 52 ihren Markenkern als Bürgerrechtspartei verleugnet habe.

Umgekehrt habe sich die Linke mit ihrem Bekenntnis zum Bürgerentscheid entgegen dem landesweiten Trend mit drei Sitzen im Rat behauptet. Fazit sei: „Wer sich in Gladbeck gegen die Bürger stellt, verliert deren Vertrauen und die Wahl.“

 
 

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