Bürger sollen mitreden bei der Radwegeplanung

Die anhaltende Diskussion über das Pro und Kontra von Schutzstreifen für Radfahrer veranlasst die Stadtverwaltung, zu diesem Thema noch einmal Stellung zu beziehen.

„Die Elemente für ein attraktives Radverkehrsnetz in Gladbeck sind vielfältig, Schutzstreifen stellen dabei längst eine bewährte Führung des Radverkehrs auf der Fahrbahn dar. Über elf Kilometer sind bereits auf Gladbecks Straßen vorhanden, sie sind daher seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des fahrradfreundlichen Gladbecks“, heißt es in der Erklärung der Verwaltung. „Die Unfallforschung bestätigt, dass Radfahrende, die sich im Blickfeld des Autofahrers befinden, deutlich sicherer unterwegs sind. Dennoch muss auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Radfahrenden beachtet werden.“

Die Gestaltung von Schutzstreifen erfolge nach einer umfangreichen Prüfung mehrerer Fachdienststellen. Wenn Straßenbaumaßnahmen oder eine neue Fahrbahndecke anstünden, werde im Vorfeld geprüft, ob die Radverkehrsführung geändert werden könne. „Aber: Schutzstreifen stellen nur ein Instrument bei der Planung der Radverkehrsin-frastruktur dar. Die Verwaltung prüft stets, welche Maßnahme die am besten geeignete ist“, heißt es aus dem Rathaus.

Die Stadt habe die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes in Auftrag gegeben. Die Beteiligung der Bürgerschaft sei dabei ein wesentlicher Bestandteil. In Bürgerforen sollen Informationen zum Thema „Radfahren in Gladbeck“ geboten und diskutiert werden. Eine umfangreiche Befragungsaktion werde den Bürgern die Möglichkeit geben, sich einzubringen. Ziel sei es, „weiterhin die familienfreundliche Stadt Gladbeck mit einem attraktiven Radverkehrsnetz und der dazugehörigen Infrastruktur zu unterstützen“.

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