Bücherei ist wieder geöffnet

Beatrix Toz und ihr Sohn Memo (7) gehörten zu den ersten Besuchern in der Kinderbücherei.  Foto: Dirk Bauer, WAZ FotoPool
Beatrix Toz und ihr Sohn Memo (7) gehörten zu den ersten Besuchern in der Kinderbücherei. Foto: Dirk Bauer, WAZ FotoPool
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Gladbeck. „Es ist wieder geöffnet.“ Das ließen sich die Gladbecker Büchereimitglieder gestern nicht zweimal sagen und strömten seit Wochen zum ersten Mal wieder in „ihre“ Stadtbücherei. Wie berichtet, hatte ein Brand am 15. Februar die Räume und Medien unbenutzbar gemacht. Eine Spezialfirma reinigte mehrere Wochen lang Decken, Wände, Regale und an die 30.000 bis 40.000 Medien. „So sauber waren die Bücher noch nie“, sieht Frieder Kornfeld, stellvertretender Büchereileiter, immerhin einen positiven Aspekt in dem ansonsten bedauerlichen Vorfall.

Zu den ersten Besuchern am Dienstag Mittag gehörten Beatrix Toz und Sohn Memo (7), die die Möglichkeit des Büchereibesuchs schmerzlich vermisst hatten. Zweimal in der Woche probieren die Brauckerin und ihr Sohn Spiele in der Kinderbücherei aus, oder lesen gemeinsam ein Buch. „Wir sind heilfroh über die Wiedereröffnung“ freuten sie sich.

Für die rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die während der sechswöchigen Schließung in anderen städtischen Ämtern ausgeholfen haben, begann der erste Öffnungstag mit viel Arbeit. Stapelweise Medien, die in der Zeit im Bücherbus abgegegeben und in einem Raum gelagert worden waren, galt es nun einzubuchen. „Ein richtiger Marathon“, sagt Silke Bauroth, die in ihren 24 Bücherei-Jahren eine so lange Schließung noch nicht erlebt hat. Ein Problem gibt es jetzt allerdings: Weil viele Medien zurückgegeben, aber nicht so viele in den vergangenen Wochen ausgeliehen wurden, besteht nun akuter Platzmangel für die insgesamt 70.000 Medien, von denen sonst die Hälfte meist in der Ausleihe ist.

Und bis auf weiteres bleiben das Lesecafe und damit auch der Kopierbereich und viele Arbeitsplätze geschlossen. Dort muss ebenso wie in den Büroräumen im Souterrain und im Studio, wo der Brand ausgebrochen war, noch wesentlich aufwendiger renoviert werden, berichtet Kornfeld.

 
 

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