Berliner A52-Paket geht im November flott in die Ratsgremien

Am 3. November geht es in Berlin wieder um die Zukunft der B 224.
Am 3. November geht es in Berlin wieder um die Zukunft der B 224.
Foto: FUNKE FotoServices
Der November wird zum A52-Monat – nach dem Gespräch in Berlin (3.11.) beraten im Monatsverlauf der Planungsausschuss (5.11.) und der Stadtrat (26.11.)

Gladbeck..  Das Angebot aus dem A-52-Gespräch am 3. November in Berlin geht schnell in die politische Beratung: Schon zwei Tage später, am 5. November, beschäftigt sich der Planungs- und Bauausschuss mit dem Thema; und am 26. November diskutiert der Rat und entscheidet darüber, „ob das Angebot von Bund und Land angenommen werden soll“, wie Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) in einer aktuellen Mitteilung der Stadt formuliert.

Die Stadtspitze unterstreicht nochmals: „Ohne die Zustimmung des Rates wird es, so die Zusicherung von Land und Bund, keinen Ausbau zwischen der A 2 und der Stadtgrenze Gelsenkirchen geben.“ Zugleich erinnert Roland aber nochmals an die Aussage von NRW-Verkehrsminister Groschek (SPD), dass die Autobahn 52 zwischen A 42 und A 2 nach Beendigung der Planfeststellungsverfahren auf jeden Fall gebaut werde.

Eine solche, isolierte Lösung sei aber Gladbecks Bürgern nicht zuzumuten, so der Bürgermeister, der deshalb darauf setzt, im Bundesverkehrsministerium in Berlin ein Gesprächsergebnis zu erzielen, das mit Blick auf die gesamte Trasse zentrale Gladbecker Interessen berücksichtigt: „Wir erwarten deutliche Verbesserungen beim Lärmschutz für die Menschen, die in Gladbeck-Ost und in Butendorf entlang der Strecke der heutigen B 224 wohnen. Darüber hinaus muss es Verbesserungen beim geplanten Autobahnkreuz geben, um Wittringen und die Brokamp-Siedlung zu schützen.“ Für ihn stehe allerdings auch fest, so Roland, „dass es keine Verweigerungshaltung der Stadt Gladbeck geben darf“.

Kernpunkte: Tunnellänge, Autobahnkreuzgestaltung, Lärmschutz

Beim letzten Berliner Gespräch am 6. März waren Prüfaufträge vereinbart worden, deren Ergebnisse nun im Detail vorgestellt und beraten werden sollen. Es geht um die Länge eines A-52-Tunnels, um die Frage der Gestaltung des Autobahnkreuzes A 52/A 2 (Unterflieger statt Überflieger), um deutlich verbesserten Lärmschutz und auch um die zeitliche Abfolge eines möglichen Ausbaus auf der Gesamtstrecke zwischen A 42 und Buer-West. Denkbar wäre ein Baubeginn in Gladbeck (zwischen GE-Buer und A 2), auch um auf diese Weise das Vertrauen in eine wirklich umfassende Lösung in der Gladbecker Bevölkerung zu erhöhen.

A-52-Kritiker Kruse: Minister Groschek hat seine Zusage faktisch kassiert

Unterdessen geht im Vorfeld des 3. Novembers die A-52-Debatte in Gladbeck weiter: Mit Blick auf die aktuelle WAZ-Berichterstattung beharrt A -52-Kritiker Franz Kruse darauf, dass NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) seine Zusage, die A52 zwischen A2 und Buer nur bei positivem Gladbecker Votum zu bauen, faktisch kassiert habe.

Tatsächlich habe die IHK den besagten Abschnitt 2014 nach Berlin dringlich zum Bundesverkehrswegeplan angemeldet, so Franz Kruse. Richtig sei aber auch, dass das Land diesen Abschnitt im Sommer 2015 in seine Priorisierungsliste zum Bedarfsplan des Bundes als vordringliche Planung aufgenommen habe. So habe Groschek seine Zusage, durch Gladbeck nach Buer werde man nicht bauen, kassiert und die Anmeldung der IHK nach Berlin praktisch bestätigt. Kruse: „Sowohl das Bürgerforum als auch ich haben dabei nicht verschwiegen, dass eine Entscheidung der Stadt Gladbeck, also unseres Stadtrates, notwendig ist, bevor Herr Groschek seinen Wortbruch umsetzt.“

Auch Bürgerforum meldet sich im Vorfeld des 3. Novembers zu Wort

Auch das Bürgerforum Gladbeck meldete sich am Freitag mit einer Erklärung zum A-52-Gesprächstermin am 3. November in Berlin zu Wort. Eine weitere Berichterstattung der WAZ dazu erfolgt noch im Vorfeld des kommenden Dienstags.

 
 

EURE FAVORITEN