Baustart für Rampe am Bahnhof Zweckel am 15. April

Für den Rampenausbau wurden bereits Bäume gerodet.
Für den Rampenausbau wurden bereits Bäume gerodet.
Foto: WAZ FotoPool
Das zuständige Bahnhofsmanagement in Essen präsentierte dem Planungsausschuss im Rathaus das konkrete Vorhaben

Gladbeck..  Der Bewuchs am Bahndamm am Haltepunkt Zweckel ist gerade gerodet worden und sichtbares Zeichen für das, was der Planungsausschuss am Donnerstagabend im Rathaus erfuhr: Am 15. April starten die Baumaßnahmen zur Herstellung der behindertengerechten Rampe, die vom östlichen Bahnsteig hinauf zur Feldhauser Straße führen wird.

„Die Fertigstellung wird voraussichtlich bis Ende Juli erfolgen“, informierte Ralf Dreßler vom Essener Bahnhofsmanagement weiter, das für die Ausführung in Gladbeck zuständig ist. Rund 56 Meter lang wird das Betonbauwerk, das mit drei Podesten zum Ausruhen bei einer Neigung von sechs Prozent gehbehinderten Bürgern, oder Rollstuhlfahrern wie auch Bahnnutzern mit Kinderwagen ein barrierearmes Erreichen der Züge ermöglichen soll.

Friedhelm Horbach vom Seniorenbeirat erinnerte daran, dass es auch der Hartnäckigkeit des im Vorjahr verstorbenen Vorsitzenden Rolf Kauls zu verdanken sei, dass die Rampe endlich gebaut werde. Um mit Sarkasmus in Richtung der Gäste von der Deutschen Bahn, ob der langwierigen Abstimmungsprozesse im Großkonzern zu weiteren Projekten in Gladbeck anzumerken, dass es in Zweckel „jetzt nach sieben Jahren schon soweit ist“. Was sich nicht ändere, seien die 30 Zentimeter Niveauunterschied vom Bahnsteig bis zum Zugeinstieg, was die Barrierefreiheit weiterhin einschränke, so Horbach.

In Zukunft werde es eine Barrierefreiheit zu den Zügen geben, konterte Dreßler. „Da die Ausbaupläne für den Haltepunkt Zweckel eine Erhöhung der Bahnsteige von 38 auf 76 Zentimeter vorsehen.“ Um postwendend den „Schwarzen Peter“ der Stadt zuzuschieben: „Wir warten seit September auf die Pläne zum Brückenausbau durch die Stadt.“ Die Höhen und Breiten zwischen den Brückenpfeilern seien wichtige Planungsgrundlagen für die Verlängerung der Bahnsteige auf 170 Meter.

Dass es sich da offenbar um ein Missverständnis handele, weil der eigentliche Hauptplaner zur Präsentation in Gladbeck verhindert sei, stellte Sabine Brinkmann, Leiterin des Ingenieuramtes, fest. „Wir haben dem Regionalbereich West der Bahn unsere Planungen bereits im Oktober zur Verfügung gestellt.“

Diese Unterlagen werde man dann wohl bald aus Düsseldorf erhalten, zog Dreßler zurück, „so dass wir dann weiter planen können“.

 
 

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