„Barbara kreativ“ in Gladbeck schenkt Freude und Hilfe

Ursula Bathelt (rechts) freut sich, dass „Barbara kreativ“ so viel Zuspruch erfährt.
Ursula Bathelt (rechts) freut sich, dass „Barbara kreativ“ so viel Zuspruch erfährt.
Foto: Funke Foto Services
Begeisterte „Handarbeiter“ öffnen seit den 1990er Jahren Kreativmarkt im Foyerdes Gladbecker Hospitals. Aktion unterstützt Emmaus- und Kinderhospiz.

Gladbeck..  „Ich bin eine Schmuck-Elster“, gesteht Claudia Seek und rückt mit ihrem Rollstuhl ein wenig näher an die Auslage heran: Perlenarmbänder, Halsketten und Edelstein-Anhänger in Hülle und Fülle bietet Ursula Bathelt im Foyer des St. Barbara-Hospitals feil. Alles selbst kreiert für den Frühlingsmarkt „Barbara kreativ“. Da bekommt nicht nur Claudia Seek glänzende Augen. Die Gelsenkirchenerin, die derzeit Patientin im Gladbecker Krankenhaus ist, ersteht zwei kunstvoll gestaltete Ringe. Bevor sie ihren Rollstuhl an einen anderen Stand lenkt, kündigt sie Ursula Bathelt an: „Sie werden mich bestimmt noch mal sehen . . .“

Österliche Deko und Leckereien

„Stamm-Kundschaft“ besucht regelmäßig die „Barbara kreativ“-Märkte. Wie Besucher von Patienten, Schwestern und Ärztinnen: Sie legen vor dem verschnörkelten Spiegel probeweise Halsketten an, lassen sich handgenähte Stofftaschen zurücklegen oder inspizieren entzückt Holzschafe mit wolligem Fell. Aber auch die Anbieterinnen kaufen einander fantasie- und kunstvolle Arbeiten ab.

Die Kundschaft zückt bereitwillig das Portemonnaie – und tut damit etwas Gutes. Denn das Kreativ-Team unterstützt mit seinem Engagement das Emmaushospiz in Gelsenkirchen-Resse und das ambulante Kinderhospiz mit Sitz am Gladbecker Kirchplatz. Zweimal im Jahr – vor Ostern und vor Weihnachten – sind die Kreativ-Märkte im Krankenhaus geöffnet.

Die 69-jährige Ursula Bathelt aus Gelsenkirchen hat 25 Jahre als Sekretärin im St. Barbara-Hospiz gearbeitet. Sie überlegt laut: „Diese Märkte gibt’s seit den 1990er Jahren.“ Sechs Stände sind diesmal aufgebaut. Gudrun Schwanewilms, Sigrid Mey, Anne Liel und Petra Schley sind seit Jahren mit von der Partie. Sie nähen, basteln, stricken und häkeln. Das Resultat: Bekleidungsstücke wie Mützen, Kerzenhalter, Osterkränze und andere Dekorationsartikel. Auf einem Tisch stapeln sich Bücher zum Verkauf. Bathelt: „Die haben wir alle gesammelt.“ Jeder Abnehmer gibt, „was es einem wert ist“.

Gudrun Stommel (64) ist vor sieben Jahren durch ihre Schwester Ursula Bathelt zu „kreativ Barbara“ gekommen: „Ich fertige meine eigene Art von Patchwork an.“ Für ein Vierer-Set brauche sie etwa einen Tag. Auch fein bestickte Duftsäckchen hat sie im Angebot. Neben hausgemachtem Eierlikör vom Emmaushospiz stehen Konfitüren, ebenfalls aus Stommels Küche. Neu dabei: Ostereier-Kerzen, gefertigt in der Behindertenwerkstatt St. Georg Gelsenkirchen. Maria Austermann ergänzt das Sortiment durch eigene Ikebana-Kreationen. Sie sagt: „Die Auslage leert sich schnell.“

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