Aus drei Krankenhäusern wird eins

Das St. Barbara-Hospital erhält im Zuge der Fusion einen weiteren Anbau im Nordflügel.
Das St. Barbara-Hospital erhält im Zuge der Fusion einen weiteren Anbau im Nordflügel.
Foto: WAZ

Gladbeck.. Zum 1. Januar 2011 ändert sich vieles im St. Barbara-Hospital. Der Name bleibt, allerdings verschmilzt das Haus zusammen mit St. Josef (Gelsenkirchen-Horst) und St. Antonius (Kirchhellen) als ein Krankenhaus der Kath. Kliniken Emscher Lippe GmbH.

St. Barbara-Hospital: Der Name bleibt, vieles andere ändert sich zum 1. Januar 2011. Von dem Zeitpunkt an ist das Gladbecker Krankenhaus nicht mehr wie seit 1999 ein Betriebsteil der Katholischen Klinken EmscherLippe GmbH (KKEL), sondern zu einem einzigen Krankenhaus verschmolzen mit dem St. Josef-Hospital in Gelsenkirchen-Horst (inkl. Pflegeheim in Resse) und dem Kirchhellener St. Antonius-Hospital. Offizieller Name: Katholische Kliniken Emscher Lippe GmbH.

Eine Fusion also, die weniger räumliche (die Standorte bleiben) als vor allem organisatorische Auswirkungen hat. „Für die Patienten ändert sich nichts, wir wollen unser medizinisches Profil jedoch schärfen und an den jeweiligen Standorten mehr anbieten“, erläutert Geschäftsführer Bertold Grunenberg, der seit der Verabschiedung von Geschäftsführer Josef Kramer (wir berichteten) ab Oktober als alleiniger Geschäftsführer verbleibt. Das ist bereits eine der ersten Veränderungen im Zusammenhang mit der Fusion. Künftig wird es auch nur noch einen Verwaltungsdirektor (Matthias Schwanewilms) am Verwaltungsstandort in Horst geben, und einen Pflegedienstdirektor (wird gesucht) für alle drei Standorte. Und nach einer Übergangszeit von fünf Jahren gibt es auch nur noch einen Ärztlichen Direktor für alle drei Standorte.

Zwei Ärztliche Direktoren für den Übergang

Bis dahin jedoch werden Dr. Notger Brüstle vom Barbara-Hospital und Dr. Peter Gunther Auer vom Josef-Hospital ihre Positionen als Ärztliche Direktoren weiter ausüben. Dr. Joachim Bunse, bisher Leiter des Kirchhellener St. Antonius-Krankenhauses, bleibt dort als Chefarzt.

„Personal wird nicht abgebaut“, versichert Bertold Grunenberg. Es wird aber nur noch eine Mitarbeitervertretung für alle 1600 Beschäftigten der KKEL geben, die sich mit der Fusion neu gründen muss. Und die gleich einige gewichtige Dinge mit zu entscheiden haben wird: Neue Dienstzeitmodelle sind geplant, eine andere Arbeitszeiterfassung ebenfalls. Grunenberg: „Wir automatisieren, das erleichtert die Abrechunung.“

Eine Mitarbeitervertretung für alle 1600 Beschäftigten

Während die Organisation sich verschlankt, werden die Häuser weiter ausgebaut. In Gladbeck wird in Richtung zum Ratsgymnasium ein Nordflügel angebaut, um mehr Platz für die Intensivmedizin zu schaffen, ebenso wird es mehr OP-Räume und eine zusäztliche Wahlleistungsstation (Privatleistungen) geben. In Horst wird ein Fachärztezentrum eingerichtet, das mit dem Krankenhaus kooperiert.

Apropos Kooperation: Die wird es natürlich in dem „einen“ Krankenhaus in noch stärkerem Maße als bisher geben. „In Gladbeck können wir dann beispielsweise eine geriatrische Versorgung anbieten“, so Grunenberg, „oder einen Facharzt für Lungenerkrankungen aus Horst holen. Umgekehrt können wir in St. Josef mehr neurologische Behandlungen durchführen.“ Das heißt: Ärzte werden auch pendeln.

12 neue Pflegekräfte eingestellt

Neben der Nutzung von Synergien werden mit der Fusion durchgängig einheitliche medizinische und organisatorische Standards gewährleistet und weiter verbessert, so Geschäftsführer Grunenberg. Ein erster Schritt: Im Barbara-Hospital werden ab Oktober 12 zusätzliche Pflegekräfte eingestellt.

 
 

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