An der Tastkante für Blinde gab es schon mehrere Unfälle

Edith Krasold ist mit dem Fahrrad an einer "Stolperfalle" zwischen Gehweg und Radweg an der Bottroper Straße Ecke Beisenstraße schwer gestürzt. Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool
Edith Krasold ist mit dem Fahrrad an einer "Stolperfalle" zwischen Gehweg und Radweg an der Bottroper Straße Ecke Beisenstraße schwer gestürzt. Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Da wird sich Straßen.NRW wohl etwas einfallen lassen müssen. An der umgestalteten Kreuzung Bottroper Straße / Beisenstraße / Rockwoolstraße haben sich wegen der Tastkante für Blinde und Sehbehinderte schon mehrere Unfälle ereignet.

Gladbeck.  Da wird sich Straßen.NRW wohl tatsächlich etwas einfallen lassen müssen: Edith Krasolt, über die wir in unserer Ausgabe vom Donnerstag berichteten, ist nicht die einzige, der die Kante zwischen Geh- und Radweg an der umgestalteten Kreuzung Bottroper Straße / Beisenstraße / Rockwoolstraße zum Verhängnis wurde.

„Auch ich bin kürzlich an derselben Stelle mit dem Fahrrad gestürzt und habe mich zum Glück nur leicht verletzt“, schreibt WAZ-Leser Gerd Brune. „Die Kante ist vom Fahrrad aus nicht bzw. nur schlecht erkennbar. Darüber hinaus rechnet man mit einem solchen Unsinn nicht. Für mich kommt dies einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr nahe.“ Ob die Kante Blinden oder Sehbehinderten wirklich hilfreich ist, bezweifelt Brune. „Davon abgesehen kann es einfach nicht sein, dass eine Hilfe für die einen zu einer erheblichen Gefahr für die anderen wird. Es wird wohl nicht lange dauern, bis sich ein folgenschwerer Unfall ereignet.“

Auch Erich Gaschk ist an dieser Stelle mit dem Fahrrad gestürzt, als er mit dem Vorderreifen gegen die Kante geriet. Der 85-Jährige zog sich Rippenbrüche und -prellungen zu, musste mit dem Krankenwagen ins Barbara-Hospital gebracht werden. „Diese Kanten müssen schleunigst entfernt werden. Sie sind lebensgefährlich“, fordert er.

Im Internet schreibt „jediknight“: „An dieser Kreuzung gibt es Markierungen für Blinde zwischen Fuß- und Radweg. Die reichen völlig aus und machen diese hohe Stolperkante gänzlich überflüssig! Mindestens drei Stürze gab es dort jetzt schon, und das sind nur die, von denen uns berichtet wurde. Die Leutchen von Straßen.NRW täten hier wirklich gut dran, diese Gefahr schnellstens zu beseitigen – ansonsten laufen sie Gefahr, bei einem Sturz mit schwereren Folgen richtig zur Kasse gebeten zu werden.“

Straßen.NRW hatte auf WAZ-Anfrage gesagt, die Kreuzung sei nach den neuesten Kriterien barrierefrei umgestaltet worden. Man werde allerdings prüfen, wie es zu den Unfällen kommen konnte.

 
 

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