Am Freitag A-52-Gespräch im Verkehrsministerium in Berlin

Pressekonferenz zur A 52 im Dezember 2011 im Rathaus: Harry K. Voigtsberger (SPD; damals NRW-Verkehrsminister), Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) und Enak Ferlemann (CDU; nach wie vor Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium).
Pressekonferenz zur A 52 im Dezember 2011 im Rathaus: Harry K. Voigtsberger (SPD; damals NRW-Verkehrsminister), Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) und Enak Ferlemann (CDU; nach wie vor Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium).
Foto: WAZ FotoPool
Für 11 Uhr ist das Gespräch terminiert, mit einer Dauer von maximal zwei Stunden wird gerechnet - in Berlin geht es am 6. März um die A-52-Zukunft.

Gladbeck / Berlin..  Der Herbst 2014 und auch das Frühjahr 2015 mit dem WAZ-Forum am 3. Februar brachten neuen Schwung in die A-52-Diskussion.

Am Rande des Spatenstichs zum sechsspurigen A-43-Ausbau sagte im Herbst der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU): „Wir stehen bereit, um in Gladbeck Lösungen zu finden. Das Angebot an die Gladbecker, die Autobahn in einen Tunnel zu legen, gilt noch.“

Zeitgleich meldete sich NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) damals zur A 52 zu Wort und unterstrich: „Die A 52 zwischen der Autobahn 42 und der Autobahn 2 bauen wir auf jeden Fall.“ Somit wuchs auch der Handlungsdruck auf Gladbeck, beim Thema Autobahn 52 am Ball zu bleiben. Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) regte - wie berichtet - in einem persönlichen Brief an Staatssekretär Ferlemann ein Gespräch zur Lösung der bestehenden Verkehrsprobleme auf der gesamten Teilstrecke der B 224 zwischen der Autobahn 42 (Essen-Nord) und Gelsenkirchen-Buer an. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Sven Volmering schaltete sich ein und drängte auf einen Termin in Berlin.

Dieses Gespräch findet nun am Freitag (6. März) im Bundesverkehrsministerium statt. Teilnehmer sind Bürgermeister Ulrich Roland, Staatssekretär Enak Ferlemann, die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU, MdL Michael Hübner und Peter Rademacher, die Bundestagsabgeordneten Michael Gerdes und Sven Volmering, der städtische Wirtschaftsförderer Peter Breßer-Barnebeck sowie Michael Heinze, Landesverkehrsministerium, und Joachim Brendel von der IHK.

„Ein Teilausbau kommt für uns nicht in Frage“

Fest stehe, so unterstreicht Roland, dass es „aus Gladbecker Sicht und im Interesse der Region“ nur eine Gesamtlösung geben dürfe: „Ein Teilausbau kommt für uns nicht in Frage.“

Zu den konkreten Zielen der Gladbecker zählt ein Unterflieger statt Überflieger am neuen Autobahnkreuz A 2 / A 52; und der Lärmschutz für die Menschen in Gladbeck-Ost müsse durch einen verlängerten Tunnel oder eine tiefere Strecke in Troglage deutlich verbessert werden. Zudem soll der Ausbau des gesamten Abschnitts der B 224 auf Gladbecker Stadtgebiet in einem Zuge vertraglich vereinbart werden. Dies hatte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek am 3. Februar beim WAZ-Forum zugesagt.

Darüber hinaus hatte er in Aussicht gestellt, dass der Ausbau auch mit dem Abschnitt zwischen Gelsenkirchen-Buer und der A 2 beginnen könne. „Dies hätte große Vorteile für die Stadt Gladbeck und die Region“, betont Bürgermeister Roland in einer aktuellen Pressemitteilung im Vorfeld des Berliner Treffens. „Damit könnte der am stärksten staugeplagte Abschnitt als erstes entschärft werden. Außerdem würde dies bedeuten, dass niemand Sorgen haben muss, dass dieser Abschnitt nach Fertigstellung des Abschnittes zwischen Bottrop und der A 2 nicht mehr gebaut würde.“

„In Berlin die Gladbecker Position deutlich machen“

„Natürlich werden wir am Freitag noch kein abschließendes Ergebnis erzielen“, ergänzt Roland in der städtischen Pressemitteilung. „Wichtig ist, dass wir im direkten Gespräch mit dem Bundesverkehrsministerium unsere Position deutlich machen und in wichtigen Fragen Konsens über das weitere Vorgehen erzielen können.“

 
 

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