A52-Debatte - prompte Unterstützung für Herrmann auf Twitter

Foto: Stadt Gladbeck
Volmering, Hübner, Enxing - schnelle Unterstützung für Mario Herrmann (Grüne) gab es in der A-52-Debatte im Kurznachrichtendienst Twitter.

Gladbeck..  Viel Aufmerksamkeit fand die jüngste Stellungnahme von Mario Herrmann (Grüne) mit seiner scharfen Kritik an den A-52-Aussagen des Bürgerforums („Stiftet nur Verwirrung“) auch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Der Link zum entsprechenden WAZ-Artikel fand sofort viel Beachtung, und mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Sven Volmering, mit SPD-Fraktionschef Michael Hübner und CDU-Stadtverbandschef Christian Enxing meldeten sich dort gleich drei Politiker zu Wort und unterstützen die Argumentation von Mario Herrmann.

„Vielen Dank für diese Worte“, twitterte Sven Volmering als erster Kommentatoran die Grünen Gladbeck. Kurz darauf traf die Reaktion von Michael Hübnerein: „Die Stellungnahme der Grünen Gladbeck ist absolut nachvollziehbar und richtig“!, formulierte Michael Hübner auf Twitter. Wenig später meldete sich auch CDU-Chef Christian Enxing und schrieb: „Den Worten Mario Herrmanns ist nichts hinzuzufügen.“

„Exklusiv auf Twitter! :-)“

Unterdessen setzt die A-52-Debatte auf Twitter auch noch andere Akzente: In dem Kurznachrichtendienst kursiert derzeit eine Darstellung mit den Porträts des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann (CDU) und des Bürgerforum-Chefs Matthias Raith vor einem Autobahntunnel - dazu gibt’s einen wenig sachlichen, eher deftigen Tunnelspruch.

Der Gladbecker Bernd Lehmann (Grüne) wies die WAZ-Lokalredaktion per Twitter-Nachricht auf diese Darstellung hin mit den Worten „Exklusiv auf Twitter! :-)“ - die WAZ-Frage „Wer hat das entworfen?“ blieb unbeantwortet.

Grünen-Bundestagsabgeordneter aus Essen erteilt A 52 klare Absage

In der A-52-Debatte meldet sich unterdessen auch jener Grünen-Bundestagsabgeordnete zu Wort, der die Kleine Anfrage an die Bundesregierung mit initiierte: Kai Gehring, Grünen-Parlamentarier aus Essen, erklärt: „Es ist und bleibt verkehrspolitisch widersinnig, dass sich das Bundesverkehrsministerium unter CSU-Minister Dobrindt weiter für eine Transit-Autobahn A52 einsetzt.“ Eine solche, durchgehende Strecke durch das westliche Ruhrgebiet werde in den nächsten Jahrzehnten weder realisierbar noch finanzierbar sein.

Dass der Staatssekretär von einem Gladbecker „Tunnelkonsens“ schreibe, sei zynisch und stur, weil die Bevölkerung Gladbecks ebendiesem im Ratsbürgerentscheid 2012 eine klare Absage erteilt habe.

Gehring: „Priorität müssen Erhalt und Sanierung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur für Auto, Bus und Bahn haben. Hier gibt es in NRW Milliardenbedarfe bei der Sanierung und Instandhaltung von Eisenbahn- und Autobahnbrücken. Wir Grüne fordern deshalb, den Bundesverkehrswegeplan von Wolkenkuckucksheimen zu bereinigen und die Prioritäten auf dringend Notwendiges und tatsächlich Realisierbares zu setzen: Daher muss die A 52 darin gestrichen werden.“ Statt am Mantra einer Transit-A52 festzuhalten, müsse alle Energie in alternative Mobilitätskonzepte fließen.

 
 

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