A52: Breites Echo zum neu vorgestellten Verkehrswegeplan

B 224 in Höhe Freibad – im neuen Bundesverkehrswegeplan ist der Ausbau der Strecke zur A 52 als „Vordringlicher Bedarf“ eingestuft.
B 224 in Höhe Freibad – im neuen Bundesverkehrswegeplan ist der Ausbau der Strecke zur A 52 als „Vordringlicher Bedarf“ eingestuft.
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Politiker von SPD und CDU sowie die IHK begrüßen die aktuelle Entwicklung. Das Bürgerforum sieht keinerlei Garantien und Sicherheiten für Gladbeck.

Gladbeck..  Die A52-Abschnitte von der A 42 bis zur A 2 und von der A 2 bis Buer sind im neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) als „Vordringlicher Bedarf“ benannt. Ein breites Echo gibt es jetzt bereits zum neuen BVWP.

SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Gerdes zeigt sich erfreut über die „hohe Priorisierung des A52-Projektes im Bundesverkehrswegeplan 2030“. Das sei ein wichtiges Signal für die Funktionsfähigkeit der Infrastruktur in der Rhein-Ruhr-Region.

Gerdes: „Ich möchte allen danken, die sich mit mir dafür eingesetzt haben, dass es nun vorangeht.“ Die gute Bewertung der Maßnahme mache deutlich, welche Bedeutung dieses Projekt auch für die Gesamtnetzplanung des Bundes habe.

Mit dem Bundesverkehrswegeplan würden entscheidende Weichen für die kommenden 15 Jahre gestellt. Der SPD-Politiker unterstreicht: „Projekte, die im Bundesverkehrswegeplan als ,Vordringlicher Bedarf’ eingestuft sind, haben eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, bis 2030 realisiert zu werden.“

Auch CDU-Bundestagsabgeordneter Sven Volmering nimmt Stellung zur aktuellen A52-Entwicklung: „Das unionsgeführte Bundesverkehrsministerium misst dem Ausbauvorhaben der B 224 zur A52 die höchste Priorität bei. Der Bund macht ernst mit seinen Bemühungen. Das ist ein weiterer guter Tag für Gladbeck“, formuliert Volmering. Die B 224/A 52 habe mit der Bewertung als „Vordringlicher Bedarf“ eine sehr große Hürde genommen. Dem Bund sei es ernst damit, den Dauerstau auf diesem Streckenabschnitt aufzulösen. Das spare Kosten für die Wirtschaft, entlaste die Bürger beim Fahren und trage zum Klimaschutz bei, so der CDU-Politiker.

Auch die CDU Gladbeck begrüßt die aktuelle Entwicklung. Die Union zeigt sich überzeugt, dass die im November 2015 getroffenen Absprachen in vollem Umfang zum Schutze der Gladbecker Bürger umgesetzt werden.

IHK: Wirtschaft braucht leistungsfähige Infrastruktur

Zufrieden zeigt sich auch die IHK Nord Westfalen. „Unsere erste Bewertung fällt positiv aus“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing. Nahezu alle überregional bedeutsamen Verkehrsprojekte für die Region, darunter die A 52 in Gladbeck, seien im neuen Bundesverkehrswegeplan enthalten. Die Wirtschaft brauche eine leistungsfähige Infrastruktur, um wettbewerbsfähig zu bleiben und wachsen zu können.

Scharfe Kritik von Raith (Bürgerforum)

Ganz anders fällt eine erste Reaktion von Matthias Raith (Bürgerforum) aus: Es gebe keinen „berechenbaren Anspruch der Stadt Gladbeck gegen das Land auf Zahlung der offenbar noch nicht einmal ermittelten Tunnelkosten“, formuliert Raith und stimmt insofern der Position von Olaf Jung (Die Linke) zu. Im Übrigen komme man mit 20 Millionen Euro an zusätzlichen Städtebauförderungsmitteln nicht aus, um einen 1,5-km-Volltunnel zu verwirklichen.

 
 

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