A 52: Jetzt wird nachgekartet

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Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck.. „Das Thema A 52 ist durch“, glaubte am Wahlabend nicht nur der Bürgermeister. In den ersten Reaktionen danach war jedoch zu erkennen: Da kommt noch was nach. Schließlich ist ja Wahlkampf.

Und so werden jetzt Schuldige gesucht für das Abstimmungsergebnis der Bürger. Die Gladbecker CDU hat auch schon welche gefunden: Vorneweg Bürgermeister Ulrich Roland, dicht gefolgt vom SPD-Landtagsabgeordneten Michael Hübner. Mit der Erklärung: „Offenbar haben die Menschen Angst vor der langen Bauzeit gehabt, außerdem gibt es wohl zu wenig Vertrauen in politische Zusagen von Bund und Land“ mache es sich Ulrich Roland zu leicht, meint der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Christian Enxing, der Rolands Verhandlungserfolg in Düsseldorf dem „Türöffner“ Hübner zuschreibt.

Beide müssten nun ihren Teil der Verantwortung übernehmen. Enxing: „Offenbar war und ist das Vertrauen in die Gladbecker Stadtspitze und den heimischen Landtagsabgeordneten nachhaltig gestört“. Anders sei nicht zu erklären, dass die SPD offenbar weite Teile ihrer Wählerschaft nicht hinter sich bringen konnte. Dafür sprächen sicherlich auch die Wahlergebnisse in den von der SPD dominierten Wahlbezirken. Das habe an der laut Enxing „völlig desolaten Informationspolitik der Verwaltung auch gegenüber den anderen Fraktionen“ gelegen, die der Bürgermeister persönlich zu verantworten habe.

Wahlkampftaktik

„Pure Wahlkampftaktik“ bezieht die Stadtspitze zu diesen Vorwürfen der CDU Stellung. Die Tatsachen würden hier völlig verdreht. Von desolater Informationspolitik könne wohl keine Rede sein, wenn sogar die Kritiker des Ausbauvorschlags sich über die umfangreiche Information der Stadtverwaltung beschwert hätten, Kommunalaufsicht und Innenministerium diese ausdrücklich gelobt hätten. Dass die Gladbecker ganz unabhängig vom Parteibuch abgestimmt haben, gelte übrigens auch für die CDU. Der Partei nahe stehende Vereine wie Haus+Grund hatten gegen den Ausbau Stimmung gemacht.

Dass die CDU selbst sich nicht ausreichend informiert gefühlt habe, sei ebenfalls nicht nachvollziehbar. Der Fraktionsvorstand sei bei den Vorgesprächen über die Kompromisslösung dabei gewesen.

 
 

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