A 52: Entscheidung naht

Gladbeck.. Es tut sich tatsächlich was in Sachen Ausbau A 52, soviel ist schon durchgesickert. Bürgermeister Ulrich Roland steht in intensiven Verhandlungen mit Land und Bund, und kündigte gestern in der letzten Ratssitzung des Jahres verheißungsvoll an: „Ich bitte noch um etwas Geduld, es gibt noch kein konkretes Ergebnis. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich dieses Gremium sehr bald mit dem Thema befassen wird.“

Und er wiederholte, was von Seiten der Landesregierung erst kürzlich bei Verkündung der Sparpläne im Straßenausbauprogramm zugesichert wurde: Ein Ausbau auf Gladbecker Gebiet werde nur im Konsens mit Gladbeck geschehen. Und auch ein Konsens mit der Nachbarstadt Bottrop sei eine Bedingung.

Wendel vorm Walde (SPD), als Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses gut informiert, deutete an: „Eine Lösung wird unter größtmöglicher Bürgerbeteiligung erfolgen. Wir werden keine Lösung akzeptieren, die auf Widerstand der Gladbecker stoßen wird.“ Verhandelt werde wie bisher auf Grundlage des Ratsbeschlusses von 2009 und der darin enthaltenen Forderungen nach einem stadtverträglichen Ausbau. Das beinhaltete u. a. einen Volltunnel, eine Anbindung des Gewerbeparks und ein schlüssiges Baukonzept.

Mehr wird vorerst nicht verraten, und das wurmt insbesondere die kleineren Fraktionen, zu denen auch Mitglieder der A 52-Initiativen wie das Bürgerforum gehören. Die Linke forderte vehement eine Offenlegung des aktuellen Verhandlungsstands ein. Auch, weil es Skepsis über die Umsetzung der Gladbecker Forderungen gibt, machte Fraktionskollege Franz Kruse deutlich: „Wer genau zugehört hat, wird erkannt haben, dass wir keinen durchgehenden Tunnel bekommen werden, weil der nicht bezahlbar ist.“ Für eine qualitativ gute Entscheidung der Fraktionen seien fundierte Informationen unabdingbar.

„Solche wichtigen Themen können nicht auf offenem Marktplatz verhandelt werden“, pflichtete Mario Herrmann jedoch dem Koalitionspartner SPD und dem Bürgermeister bei. Und versicherte: „Wir wollen kein Gladbeck 21, sondern wir wollen alle Gladbecker mitnahmen und alle sollen einen Vorteil von dem Ausbau haben.“

 
 

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