A 52 - Bürgerforum Gladbeck begrüßt Beschluss des Rats

Computersimulation des geplanten A 2 Kreuzes in Höhe des Freizeitgebietes Wittringen.
Computersimulation des geplanten A 2 Kreuzes in Höhe des Freizeitgebietes Wittringen.
Foto: Stadt Gladbeck
Vorsitzender Matthias Raith wertet die eindeutige Positionierung der Gladbecker Politik und die Forderung nach einer Aussetzung des Planfeststellungsverfahrens für den A 52-Ausbau und Autobahnkreuz auf Gladbecker Stadtgebiet positiv. Es gelte, alles aus einem Guss zu betrachten.

Gladbeck..  Das Bürgerforum Gladbeck begrüßt den in der letzten Ratssitzung mit breiter Mehrheit verabschiedeten Beschluss des Gladbecker Stadtrates zum Stopp des beabsichtigten Planfeststellungsverfahrens für den Teilabschnitt (Kreuz Wittringen) der A52 auf Gladbecker Gebiet. „Wir sind fest davon überzeugt“, erläutert Vorsitzender Matthias Raith, „dass der Fernverkehr eine dritte Autobahn durch Gladbeck nicht braucht, und dass die Mobilität der Menschen der Region besser und nachhaltiger ohne eine weitere Autobahn gesichert werden kann.“

Der Rat der Stadt bezeichne, so Raith, die Beschränkung der Planung auf das Wittringer Kreuz zu Recht als nicht akzeptabel, weil der Betrachtungsraum für die Bürger unzureichend sei und insbesondere die Interessen der Gladbecker, die nördlich der A2 leben sowie die Auswirkungen auf die Freizeitstätte Wittringen nicht berücksichtigt würden.

Raith: „Die vernichtende Kritik des Stadtrates am Vorgehen des Landes sollte bei den Verantwortlichen in Land und Bund alle Alarmglocken schrillen lassen. Sie sollten endgültig ihre Versuche aufgeben, die Autobahn in einem unfairen Verfahren, gegen die Gebote der Umweltgerechtigkeit und gegen die Stadt Gladbeck durchzusetzen.“

Der Beschluss des Gladbecker Rates ist nach Ansicht des Bürgerforums schon deshalb als positives Signal zu sehen, weil sich die maßgebenden Vertreter der Stadt in Sachen A52 erstmals seit 2009 wieder einmütig positionieren.

Das Bürgerforum werde sich auch weiterhin konstruktiv in alle Maßnahmen und Gespräche einbringen, die im Sinne einer fairen Mediation erforderlich sind – aber auch alle demokratischen Hebel in Bewegung setzen, falls Bund und Land gegen den Willen der Gladbecker und das jetzt gesetzte Stoppzeichen bei ihrer Salamitaktik bleiben. Die Aktivisten des Bürgerforums werden sich kurzfristig – ähnlich wie es der jetzt mit einem sehr robusten Mandat ausgerüstete Bürgermeister offenbar vorhat – mit der Bitte an handelnde Politiker und Behörden wenden, das gesamte Vorhaben zu überdenken und nur notfalls die vollständigen Baupläne samt gutachterlicher Einschätzungen zur Sicherheit des Betriebes, Abwendung von Gefahren für die Menschen und die Umwelt offen zu legen.

Sollte die langfristige Zielsetzung des Bundes auf eine Transitautobahn gerichtet sein, fordert das Bürgerforum die Gesamtbetrachtung der Lücke der A52, inklusive Querung durch Essen, aus einem Guss.

 
 

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