A-52-Ausbau: 500 wollen’s wissen

Volles Haus in der Stadthalle beim ersten städtischen Info-Abend am Donnerstag. Foto: Heinrich Jung / WAZFotoPool
Volles Haus in der Stadthalle beim ersten städtischen Info-Abend am Donnerstag. Foto: Heinrich Jung / WAZFotoPool
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Mit großer Spannung wurde dieser Termin erwartet: Am Donnerstagabend ging die erste von sechs A-52-Infoveranstaltungen in Regie der Stadt über die Bühne.

Gladbeck.. 500 Menschen kamen in die Stadthalle, um Illustrationen und Planskizzen zum möglichen A-52-Ausbau inklusive des 1,5-Kilometer-Tunnels zu sehen und um die Ausführungen von Bürgermeister Ulrich Roland, Gutachter Prof. Martin Lühder und Leitendem Ministerialrat Michael Heinze vom NRW-Verkehrsministerium zu hören.

Schon auf dem Weg in die Halle wurde nochmals deutlich, wie kontrovers das Thema ist: Das Netzwerk der A-52-Bürgerinitiativen hatte sich am Stadthallen-Eingang mit Flyern und orangenen Luftballons postiert und appellierte an die Gladbecker, beim Ratsbürgerentscheid am 25. März mit „Nein“ zu stimmen.

In der Halle begann um 19 Uhr eine A-52-Präsentation mit zahlreichen hörens- und sehenswerten Detailpunkten:

„Wir schreiben heute Stadtgeschichte“, sagte der Bürgermeister in seiner Begrüßungsansprache. „So etwas hat es in dieser Stadt noch nicht gegeben.“ Ulrich Roland erinnerte unter anderem an die enge Verzahnung von Leben, Arbeiten und Wohnen in der Region - auch die Unternehmen bräuchten moderne Verkehrswege, um erfolgreich zu sein. Roland: „Die Frage ist: Wollen wir Industrieland bleiben?“ Dann übernahm 1. Beigeordneter Rainer Weichelt die Moderation des auf insgesamt drei Stunden angelegten Info-Abends. Auch Weichelt betonte das Besondere dieser Versammlung: „Es ist eine tolle Erfahrung, hier vor Ihnen zu sitzen“, sagte der 1. Beigeordnete. „Das zeigt, dass Demokratie funktioniert.“

Prof. Lühder eröffnete die Reihe der Vorträge

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich längst ein hochinteressiertes Publikum in der Stadthalle eingefunden und das auf den Sitzen ausliegende Info-Material zum Ratsbürgerentscheid am 25. März begutachtet - inklusive einer planerischen Darstellung des A-52-Ausbauvorschlags von Bottrop-Boy (Brauckstraße) bis zur Stadtgrenze Gelsenkirchen-Buer.

Die Reihe der Vorträge eröffnete Prof. Martin Lühder, der auch die jahrzehntelange Entwicklung hin zur jetzigen A-52-Kompromisslösung skizzierte. Nach den Worten von Prof. Lühder, von Michael Heinze und Ulrich Roland hatten dann die Bürger per Saal-Mikrophon das Wort - eine intensive Diskussion begann, über die die WAZ noch im Detail berichten wird.

 
 

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