68-Jährige stürzt mit dem Rad an einer Tastkante für Blinde

An dieser Stelle ist Edith Krasolt mit dem Fahrrad schwer gestürzt
An dieser Stelle ist Edith Krasolt mit dem Fahrrad schwer gestürzt
Foto: WAZ FotoPool
Bei der Umgestaltung der Kreuzung Bottroper Straße / Beisenstraße / Rockwoolstraße hat Straßen.NRW die Vorgaben für Barrierefreiheit umgesetzt. Dazu gehört eine Tastkante für Blinde und Sehbehinderte zwischen Rad- und Fußweg. Edith Krasolt ist an dieser Kante mit dem Fahrrad gestürzt.

Gladbeck. „Meine Mutter hatte ausgesprochenes Glück und ist mit einer Schädelprellung davongekommen.“ Michael Krasolt flüchtet sich in Sarkasmus, wenn er von dem Unfall erzählt, den seine 68-jährige Mutter Edith vor wenigen Tagen erlitten hat.

Sie war mit dem Fahrrad auf dem Heimweg zur Saarbrückener Straße in Ellinghorst. An der vor einiger Zeit umgestalteten Kreuzung Bottroper Straße / Beisenstraße /Rockwoolstraße geriet sie mit dem Vorderrad gegen die Kante, die den Radweg vom Gehweg trennt und stürzte so unglücklich, dass sie mit dem Kopf gegen einen Mast prallte.

Mutter und Sohn verstehen den Sinn der Kante nicht, die am Unfalltag auch noch mit Laub bedeckt und deshalb kaum sichtbar war. Michael Krasolt: „Ich kenne keine andere Ampelkreuzung im Stadtgebiet, die so gestaltet ist. Die Kante, die es vor dem Umbau nicht gab, birgt eine große Stolper- und Sturzgefahr, nicht nur für Radfahrer.“ Aus der Nachbarschaft habe er von zwei weiteren Stürzen erfahren.

Es wird geprüft, wie es zu den Unfällen kommen konnte

Joachim Kaminski, Projektleiter von Straßen.NRW, bestätigt, dass die Stadtverwaltung Gladbeck entsprechende Hinweise weitergeleitet habe. Grundsätzlich aber sei die Kreuzung nach den neuesten Kriterien der Barrierefreiheit umgestaltet worden. Dazu gehöre besagte hohe Tastkante für Blinde und Sehbehinderte. Selbstverständlich werde Straßen.NRW prüfen, wie es zu den Unfällen kommen konnte.