600 Beschäftigte kamen zur Personalversammlung

Die Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung Rebecca Wesselborg
Die Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung Rebecca Wesselborg
Foto: WAZ
Ein Schwerpunkt -Thema waren Finanzen. Personalratsvorsitzender Polenz lobte Engagement der Beschäftigten trotz verschlechterter Arbeitsbedingungen.

Gladbeck..  Die nächste Tarifrunde für Beamte,, Mindestlohn, das neue 12-Mio-Euro-Loch in der Stadtkasse: Finanzen waren eines der Schwerpunktthemen auf der gut besuchten Personalversammlung der Stadtverwaltung gestern in der Stadthalle, an der rund 600 Beschäftigte teilnahmen. Sie alle unterstützten zu Beginn der Versammlung den Appell des Personalratsvorsitzenden Bertram Polenz für ein friedliches Miteinander aller Kulturen mit starkem Applaus.

Zwei Tarifrunden stehen in diesem Jahr an und für beide rechnet der Personalrat mit „harten Verhandlungen“; so Personalratsvorsitzender Bertram Polenz. Ab Mitte Februar geht es um die Gehälter der kommunalen Beamten. Danach wird die Gewerkschaft ver.di sich für eine Verbesserung der Eingruppierung für Sozialarbeiter sowie für das Personal in den Kindertagesstätten einsetzen. Die Botschaft des Personalrats: „Gute Dienstleistung kann nur mit qualifiziertem Personal geboten werden, das hat seinen Preis.“

Mit Sorge blickt der Personalrat aber auch auf das neue, durch die Frankenkrise entstandene 12-Millionen-Loch in der Stadtkasse. Schon jetzt bekomme das Personal die Sparbemühungen der Stadt täglich zu spüren. Bund und Land sind gefordert, für eine auskömmliche Finanzausstattung der Städte zu sorgen, damit diese ihre Aufgaben wieder wahrnehmen können. Gegen eine „solche Entwicklung kann keine Stadt ansparen“, so Polenz.

Und dann gibt es ja auch noch den Mindestlohn. Mit dem Einsatz von geringfügig Beschäftigten hat auch dieses Thema Fahrt aufgenommen, so die Personalräte, die einen Runden Tisch fordern, damit alle Fachbereiche rechtssicher handeln könnten. Es gelte, einheitliche Beschäftigungsbedingungen zu schaffen.

Dass die Beschäftigten der Verwaltung trotz verschlechterter Rahmenbedingungen wie Sparmaßnahmen, Arbeitsverdichtung und zeitlichen Sperrvermerken bei Stellenwiederbesetzungen nach wie vor engagiert ihren Dienst verrichten, davor zog Wolfgang Stenzel, stellv. Vorsitzende respektvoll seinen Hut. Das habe sich deutlich auch nach dem Pfingststurm Ela gezeigt.

Nach wie vor bereitet das Jobcenter Sorgen. Zu wenig Personal, überlastete Mitarbeiter und Reibungsverluste im Zusammenspiel zwischen Kreis und den kreisangehörigen Städten sind bisher nicht bewältigte Kernprobleme. Dass Veränderungen notwendig seien, habe die Untersuchung durch eine externe Firma gezeigt. Bis Ende 2015 sollen diese nun umgesetzt werden.

Neuwahl und Abschied

Uwe Kzonsek ist der neue Vertrauensmann der Schwerbehindertenvertretung, er erreichte mit 97 Prozent ein Traumergebnis, freute sich Dagmar Beckert, stellv. Personalratsvorsitzende.

Verabschieden wird sich Rebecca Wesselborg, weil „mit 27 Jahren die Zeit der Jugend abgelaufen“ ist, kündigte die Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung das Ende ihrer Tätigkeit für Mitte 2015 an. Sechs Jahre lang war sie als Vorsitzende aktiv.

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