50 km/h auf der B 224 in Gladbeck

Die B 224 in Gladbeck. Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool / Archiv
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SPD und Grüne legen einen B 224/ A 52-Maßnahmenkatalog zum nächsten Stadtplanungs-Ausschuss vor.

Gladbeck.. „Wir respektieren ausdrücklich das Votum der Gladbecker Wählerinnen und Wähler.“ Das formulieren SPD und Grüne mit Blick auf den Ausgang des A-52-Ratsbürgerentscheids am 25. März. Beide Parteien hatten sich für den Ausbau eingesetzt, wollen jetzt aber mit dem Nein der Gladbecker konstruktiv umgehen. So fordern SPD und Grüne nun ,bestandsverbessernde Maßnahmen entlang der B 224“ in einem Antrag für den Stadtplanungs- und Bauausschuss am 26. April.

Vier erste Maßnahmen listen die Sozialdemokraten gemeinsam mit ihrem grünen Partner auf: So wollen sie die Geschwindigkeit auf der B 224 auf Gladbecker Stadtgebiet auf 50 km/h begrenzen. „In Gladbeck ändert sich die Verkehrssituation für Autofahrer“, begründet Michael Hübner, Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion, diese Maßnahme.

Weniger Tempo = weniger Lärm

Der Verkehrsraum werde enger und die Straßenführung kurviger. Autofahrer in Richtung Marl beschleunigten oft bereits hinter der Fußgängerbrücke an der Erlenstraße, weil dort die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben werde. „Das führt zur Lärmbelästigung der Anwohner in Ost und Butendorf“, ergänzt Grünensprecher Bernd Lehmann. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung bis zur Anschlussstelle Gelsenkirchen-Buer könne daher zum Lärmschutz beitragen.

Genau wie im Bereich Bottrop-Welheim soll zudem die Geschwindigkeitsbegrenzung auch konsequent überwacht wissen. Bei dieser Radarüberwachung sei der Kreis Recklinghausen gefordert.

Als drittes greifen SPD und Grüne ein Thema auf, das den Umweltausschuss wiederholt beschäftigt hatte: „Wir können und wollen nicht dulden, dass die B 224 in Essen Teil der Umweltzone ist, in Gladbeck und Bottrop aber nicht.“ Ergänzend dazu fordern SPD und Grüne auch eine stationäre Luftreinhalte-Messstelle an der B 224.

Eine Maut auf der A 52 und der B 224 komplettiert den Maßnahmenkatalog des Antrages. Die B 224 bleibe nun zumindest in den kommenden Jahren unverändert. Insofern müssten Lkw-Ausweichverkehre, die den Umweg über die A 43 und A 2 meiden wollen, durch eine Maut auf der B 224 reduziert werden.

 
 

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