25 Tage im Zeichen der A 52

Die B 224 in Höhe Erlenstraße / Ringeldorfer Straße. Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool
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Seit dem 19. Dezember prägt die intensive Diskussion um den A-52-Ausbau das Stadtgeschehen: 25 Tage also im Zeichen eines möglichen Autobahnausbaus. Welche wesentlichen Nachrichten prägten seit dem 19. Dezember das A-52-Thema? Die WAZ gibt einen Überblick.

Gladbeck..  19. Dezember: Vorstellung der A-52-Ausbaupläne im Rathaus; Präsentation der möglichen künftigen Trassengestaltung auf der Internetseite der Stadt mit einem Vergleich der ursprünglichen Forderungen und des Kompromiss-Angebotes von Land und Bund.

22. Dezember: Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) unterstreicht am Rande eines Termins in Brauck auf entsprechende Anfrage der WAZ, dass er viele ermutigende Signale aus der Gladbecker Bürgerschaft erhalte, den eingeschlagenen Weg zum A-52-Ausbau weiter zu verfolgen.

23. Dezember: Ralf Michalowsky (Die Linke) kritisiert die Bezeichnung Stadtallee für die geplante Straße auf dem Tunneldach; das werde ein viel befahrener Autobahnzubringer mit bis zu 10 000 Fahrzeugen täglich.

24. Dezember: Bürgermeister Ulrich Roland weist diese Kritik strikt zurück. Auf der künftigen Stadtallee werden nach seinen Angaben 3000 bis 4000 Fahrzeuge täglich zu verzeichnen sein. Roland: „Es wird also deutlich ruhiger werden.“

29. Dezember: Franz Kruse (Die Linke) wendet sich mit einem A-52-Forderungskatalog an Bürgermeister Ulrich Roland - ein Kernpunkt: Alle bisherigen A-52-Fakten, darunter das bisher unveröffentlichte Verkehrsgutachten des Büros IVV, müssten auf den Tisch.

4. Januar: Die Essener und Bottroper Grünen schreiben einen Offenen Brief an die Gladbecker Grünen mit der klaren Forderung an ihre Parteifreunde, sich gegen den A-52-Ausbau auszusprechen.

5. Januar: Der Natur- und Umweltschutzverein NUR lehnt das Ausbauprojekt ab und spricht von einer „Monster -Achterbahn“.

5. Januar: Der Frage-Vorschlag der Verwaltung zum Ratsbürgerentscheid liegt den Ratsmitgliedern vor: „Soll sich die Stadt Gladbeck an der Finanzierung eines ca. 1,5 km langen Tunnels zwischen Phönixstraße und Graben-/Landstraße mit rund zwei Millionen Euro beteiligen, wenn die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.“

6. Januar: Franz Kruse übt massive Kritik an der Frage-Formulierung der Verwaltung. Das Ratsmitglied sagt zur WAZ: „Da kommt in der Fragestellung das Wort A 52 überhaupt nicht vor. Das ist doch eine reine Suggestivfrage.“

6. Januar: Die Stadt kündigt eine Reihe von Informationsveranstaltungen zur A 52 an, in denen transparent, fair und objektiv über das Thema informiert werden soll. Termin für die erste Veranstaltung: 9. Februar, 19 Uhr, Stadthalle.

6. Januar: Beim DGB-Neujahrsempfang unterstreicht Bürgermeister Ulrich Roland, dass es in Gladbeck nicht zu einem „Gladbeck 21“ kommen dürfe. Der Ratsbürgerentscheid sei ein geeignetes Instrument, um über das Projekt mit seinen weit reichenden Folgen abzustimmen. Der Bürgermeister macht auch nochmals seine eigene Position deutlich: „Die Lebensqualität wird sich in Gladbeck durch den Ausbau meiner Meinung nach verbessern.“

6. Januar: Das Bürgerforum A 52 legt eine umfassende A-52-Stellungnahme vor: „Runter mit der rosaroten Brille“, lautet eine der Forderungen. In vielen Einzelpunkten vom Autobahnkreuz mit Überflieger bis zur langen Bauzeit übt das Bürgerforum klare Kritik an den Ausbauplänen.

9. Januar: Das Netzwerk der A-52-Bürgerinitiativen schickt einen fünfseitigen Offenen Brief an Bürgermeister Ulrich Roland - ein Kernpunkt: Das Netzwerk fordert, an der Frage-Formulierung zum Ratsbürgerentscheid beteiligt zu werden. Die für den 12. Januar geplante Ratssondersitzung soll verschoben werden.

9. Januar: Die IGBCE Mitte begrüßt den Kompromiss zum Bau der A 52 in Tunnellage: „Die Innenstadt wird zusammenwachsen und das Konzept der Innenstadt-Erneuerung wird noch besser greifen“, so Walter Hüßhoff.

10. Januar: Die CDU tritt dafür ein, den Termin für den Ratsbürgerentscheid zu verschieben. Zu viele Fragen seien noch offen, es werde mehr Zeit für die Diskussion benötigt. Fürsprechern und Gegnern des Ausbaus müsse ausreichend Gelegenheit gegeben wird, in eigenen Informationsveranstaltungen über das Projekt zu diskutieren.

12. Januar: 16 Uhr, Ratssondersitzung zur A 52.

 
 

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