17. Läufermesse in Gladbeck machte Besuchern richtig Beine

Experten standen Ratsuchenden zur Seite. Foto: Lutz von Staegmann
Experten standen Ratsuchenden zur Seite. Foto: Lutz von Staegmann
Foto: WAZ FotoPool
Die Schau in der Pausenhalle des Riesener-Gymnasiums bot Beratung und Zubehör in vielen Variationen unter einem Dach. Spezialisten wussten, wo Ratsuchenden der Schuh drückt und standen Besuchern mit handfesten Tipps zur Seite. Schnäppchenmarkt und Fuß- und Laufanalysen rundeten das Programm ab

Gladbeck..  Es läuft! Und wie! Das konnte Adi Raible gestern schon kurz nach dem Start sagen. Der Geschäftsmann stellte zum 17. Mal die Läufermesse auf die Beine – und die ersten Besucher verließen bereits nach kurzer Zeit die Pausenhalle des Riesener-Gymnasiums mit vollgepackten Tüten an der Hand und Schuhkartons unterm Arm. „Der Ansturm ist eigentlich immer schon da, wenn die Tür aufgeht“, sagte ein sichtlich zufriedener Raib­le. Allerdings: Das schöne Sonnenwetter mag auch manchen Stammkunden gebremst haben, der lieber unter freiem Himmel Waldwege unter seine Sohlen nahm statt Trockenübungen in der Halle zu absolvieren. Dennoch machte die Verkaufsmesse erwartungsgemäß wieder vielen Menschen Beine – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Haben Spezialisten wie der Orthopädie-Schuhtechniker Raible doch für jede Lauf-Masche einen Kniff in petto.

Einerlei ob Walken, Marathon oder Wanderer – Experten stehen mehr oder minder ehrgeizigen Sportlern mit Rat und Tat zur Seite, wenn der Schuh drückt. Und das ist in manchen Fällen durchaus auch mal wörtlich zu verstehen.

Wie bei Stephan Kläsener. Der 28-Jährige aus Kirchhellen ist bereits ein erfahrener Läufer – doch so richtig reibungslos fluppt’s nicht mit seinem Hobby. Eine Fußvermessung half ihm auf die Sprünge: ein Fuß ist einen halben Zentimeter kürzer als der andere: „Jetzt weiß ich, warum mein Zehennagel immer ein bisschen blau ist.“ Weil die Zehe im Schuh vorne anstößt.

Schicke Saisonneuheiten

Freddy Rückmann von den Fun Runners, der Laufabteilung des VfL Gladbeck, kann solch eine Diagnose nicht aus der Bahn werfen. Zu kleine Schuhe lassen nach seiner Erfahrung so manchen Läufer auf der Strecke bleiben. Der Fachmann rät: „Immer eineinhalb bis zwei Nummern größer als die Straßenschuhe kaufen.“

Im Nebenraum stapelten sich die Kartons mit Schuhen, die in allen nur erdenklichen Ausführungen ihre späteren Besitzer beflügeln sollen. In der Halle selbst boten Unternehmen Outfit und Zubehör feil. Ein junger Mann auf Krücken warf sehnsüchtige Blicke auf schicke Saisonneuheiten in Schwarz und Neon, die ständerweise auf ihren Einsatz warteten. Messe-Rabatt gab’s beim Schnäppchenmarkt. Chiropraktiker Boris Biebl stellte seine Arbeit ebenso vor wie Nina Arndt von Black Label Yoga. Nahrungsergänzungsmittel, Pulsmessgeräte und Körbe mit Socken – das ganze Programm samt Beratung fanden Besucher unter einem Dach: Wenn Läufer da nicht in Bewegung kommen . . .

 
 

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