Zwei Vereine laden zum Fest auf den Sportplatz des Gesamtschule Ückendorf

Mixen Cocktails für Besucher (v.l.): Muradiye Akduman, Merve Oral und Nuray Islam Cocktails
Mixen Cocktails für Besucher (v.l.): Muradiye Akduman, Merve Oral und Nuray Islam Cocktails
Foto: WAZ
Sport und Kultur miteinander verbinden ist das Ziel, das erste gemeinsame Festival der DJK Arminia Ückendorf und des Vereins Harmonie e.V. der Weg: Bis Sonntag herrscht in diesem Sinne auf dem Sportplatz hinter der Gesamtschule Ückendorf fröhlicher Ausnahmezustand.

Gelsenkirchen.  Huseyin Bayhan, Vorsitzender der DJK Arminia Ückendorf, der sportlich das Ziel Landesliga anpeilt, und Saban Önata vom Harmonie-Vereinsvorstand haben in der Anlaufphase des Festes Gelegenheit, über Integrationsbemühungen und den Verein mit Sitz an der Ahstraße zu erzählen.

„Die Vereinsgründung 2007 war eine gemeinschaftliche Idee, weil wir den Bedarf in Gelsenkirchen erkannt haben“, sagt Önata. Einen Bedarf, den Bayhan so beschreibt: „Verstanden werden und andere verstehen.“ Das versuche man „Schritt für Schritt.“ Denn, man wolle gerne in die deutsche Gesellschaft rein. „Das geht aber nicht so schnell.“ Integration stellt sich der Geschäftsmann „wie ein großes Puzzle“ vor, in dem es noch viele offene (Bau-)Stellen gebe, die beseitigt werden müssten.

Kunstkurse boomen

Was der Dialog- und Kulturverein Harmonie anbietet? Nun, die beiden Männer zählen auf: Unter anderem Seminare für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu speziellen Themen wie Steuerrecht, Organisation oder Ausbildungsplatzsuche. Harmonie bietet Nachhilfe für Schüler an aber auch Kunstkurse. Und die boomen offensichtlich. Egal, ob das Angebot Ebru-Malerei – also die Kunst des Marmorierens, des Malens auf dem Wasser –, Ney-Flöte oder Kalligraphie, die Kunst des schönen Schreibens heißt. Allerdings habe man immer auch das verbindende Gespräch im Blick, sagt Bayhan. Das spielt auch während der bald anstehenden Fastenzeit eine Rolle. Zum allabendlichen Fastenbrechen werden wieder deutsche Freunde eingeladen.

Bezirksbürgermeister Bernd Lemanski, der mit einem Fußball zum ersten Festtag kommt, meint, die dreitägige Veranstaltung sei eine tolle Sache. „Es geht nur miteinander“, betont er. Und schlägt gleich einen Bogen zum Stadtteilmiteinander: „Was fehlt, ist ein gemeinsamer Veranstaltungskalender.“

Norbert Vahle, Bayhans Vorgänger im Amt des DJK-Vorsitzenden, gibt sich optimistisch. „Das wird hier positiv ablaufen. Ich weiß, dass mein Kollege und Freund Hüseyin ganz aktiv war.“ Heraus gekommen ist ein Mix aus musikalischem Bühnenprogramm, Spielangeboten und Fußballbegegnungen. Am heutigen Samstag treten die Freizeitteams ab 13 Uhr gegeneinander an, Sonntag gehts ebenfalls um 13 Uhr los.

 
 

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